Barrierefreie Web-2.0-Anwendungen sollen prämiert werden
In diesem Jahr wird BIENE in vier Kategorien ausgeschrieben. Neu ist der Bereich Gemeinschafts- und Interaktionsangebote für Webseiten, die Web-2.0-Techniken nutzen und Nutzer aktiv einbeziehen. Darüber hinaus gibt es Preise in der Kategorie "Informations- und Kommunikationsangebote" wie zum Beispiel Themenportale, tagesaktuelle Medien und Foren. Die nächste Kategorie bezieht sich auf "Recherche- und Serviceangebote" wie Fahrplanauskünfte, Kataloge und Datenbanken. Außerdem werden Angebote in der Kategorie "Einkaufs- und Transaktionsangebote" bewertet.
Der Publikumspreis wird anhand der Einsendungen bestimmt. Teilnehmer haben die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, vorzuschlagen. Das BIENE-Projekt wurde 2003 ins Leben gerufen, um die Zugangsprobleme von Menschen mit Behinderungen im Internet aufzuzeigen und die besten barrierefreien Angebote bekanntzumachen.
Um preiswürdige Angebote zu finden, haben die Veranstalter ein spezielles Testverfahren entwickelt, wie Jutta Croll von der Stiftung Digitale Chancen erläutert: "Mit einem Vortest stellen wir fest, welche Teilnehmer die Mindeststandards der Barrierefreiheit erfüllen. Diese Wettbewerbsbeiträge werden anschließend in einem Feintest detailliert geprüft und außerdem durch Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen getestet. Die Webseiten, die hier am besten abschneiden, qualifizieren sich für die Endrunde des Wettbewerbs, in dem eine prominente Jury die siegreichen Angebote kürt."
Die Preisverleihung findet am 5. Dezember 2008 in Berlin statt.