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Kernel-Fehler ermöglicht Ausbruch aus Solaris Zones

Angreifer können beliebigen Programmcode ausführen. Ein Fehler im Solaris-Kernel kann ausgenutzt werden, um das System zum Absturz zu bringen. Da die Virtualisierungstechnik Solaris Zones betroffen ist, kann der Fehler auch genutzt werden, um aus diesen isolierten Zonen auszubrechen. Sun hat einen Patch veröffentlicht.
/ Julius Stiebert
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Solaris Zones ist eine Virtualisierungslösung auf Betriebssystemebene. Dabei laufen in den sogenannten Zonen oder Containern voneinander isolierte Solaris-Instanzen, die alle den Kernel des Hosts benutzen. Durch einen Fehler in der IP-Multicast-Filtermethode im Solaris-Kernel ist es Angreifern möglich, nicht nur eine, sondern alle Zonen auf einem System zum Absturz zu bringen, meldet(öffnet im neuen Fenster) das IT-Sicherheitsunternehmen Cirosec. Durch denselben Fehler ist es außerdem möglich, aus einem nicht privilegierten Container auszubrechen und beliebigen Programmcode auf Kernel-Ebene auszuführen.

Der Fehler wurde erst jetzt veröffentlicht, nachdem Sun die Gelegenheit hatte, einen Patch zu veröffentlichen. Von dem Fehler betroffen sind auf der Sparc-Plattform Solaris 10 ohne den Patch 137111-01 sowie OpenSolaris-Systeme, die auf einem Build zwischen SNV_13 und SNV_91 basieren. Für OpenSolaris gilt dies auch für x86-Systeme, Solaris ist dort in der Version 10 ohne den Patch 137112-01 betroffen. Solaris 8 und 9 betrifft dieser Fehler nicht, da die Solaris Container hier noch nicht enthalten sind.

Weitere Informationen stellt Sun in der entsprechenden Sicherheitsmeldung(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung.


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