Kernel-Fehler ermöglicht Ausbruch aus Solaris Zones
Solaris Zones ist eine Virtualisierungslösung auf Betriebssystemebene. Dabei laufen in den sogenannten Zonen oder Containern voneinander isolierte Solaris-Instanzen, die alle den Kernel des Hosts benutzen. Durch einen Fehler in der IP-Multicast-Filtermethode im Solaris-Kernel ist es Angreifern möglich, nicht nur eine, sondern alle Zonen auf einem System zum Absturz zu bringen, meldet(öffnet im neuen Fenster) das IT-Sicherheitsunternehmen Cirosec. Durch denselben Fehler ist es außerdem möglich, aus einem nicht privilegierten Container auszubrechen und beliebigen Programmcode auf Kernel-Ebene auszuführen.
Der Fehler wurde erst jetzt veröffentlicht, nachdem Sun die Gelegenheit hatte, einen Patch zu veröffentlichen. Von dem Fehler betroffen sind auf der Sparc-Plattform Solaris 10 ohne den Patch 137111-01 sowie OpenSolaris-Systeme, die auf einem Build zwischen SNV_13 und SNV_91 basieren. Für OpenSolaris gilt dies auch für x86-Systeme, Solaris ist dort in der Version 10 ohne den Patch 137112-01 betroffen. Solaris 8 und 9 betrifft dieser Fehler nicht, da die Solaris Container hier noch nicht enthalten sind.
Weitere Informationen stellt Sun in der entsprechenden Sicherheitsmeldung(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung.



