Roboter schlängelt sich durch Rohre

Der Roboter besteht aus mehreren Gliedern, die über Gelenke miteinander verbunden sind. An jedem der Glieder sitzen zwei Räder, auf denen sich der Roboter durch Rohrleitungen bewegen soll. Der Unterschied zu existierenden Schlangenrobotern sei, dass sich diese nur waagerecht bewegen können, sagt Erik Kyrkjebø, Entwickler bei Sintef. "Wir wollen einen Roboter entwickeln, der auch klettern kann." Für eine Bewegung in der Vertikalen soll sich der Schlangenroboter an die Wand des Rohres drücken, etwa so, wie ein Mensch sich in einem Schacht mit Rücken und Füßen abstützt, und dann nach oben rollen.
Derzeit befindet sich das System noch im Entwicklungsstadium. Bis Ende des Jahres wollen die Forscher einen anderthalb Meter langen Prototypen mit 11 Gliedern bauen.
Bei der Entwicklung des neuen Schlangenroboters können die Wissenschaftler auf die Erfahrungen zurückgreifen, die sie mit Vorgängern wie Aiko(öffnet im neuen Fenster) oder Anna Konda(öffnet im neuen Fenster) gesammelt haben. Anna Konda ist eine drei Meter lange Schlange, die für Feuerwehreinsätze konzipiert wurde. In ihrem Inneren verläuft ein Wasserschlauch, der die hydraulischen Motoren des Roboters antreibt und Wasser zum Löschen liefert.
Robotiker lassen sich gern von der Natur inspirieren. So standen bereits Fledermäuse und Insekten für militärische Aufklärungsroboter Modell. Ein delfinförmiger Roboter erkundet die Tiefsee, während sich Skorpione und Skarabäen zu fremden Himmelskörpern aufmachen sollen.



