Surfmaschine Pocketsurfer 2: Ein Jahr gratis ins Internet
Daten werden nur per GPRS übertragen, keine UMTS-Unterstützung. Nach langer Wartezeit kommt der für Ende 2007 angekündigte Pocketsurfer 2 des kanadischen Unternehmens Datawind auf den deutschen Markt – unter der Marke Hagenuk und nun mit GPS-Empfänger. Besitzer der mobilen Surfmaschine können damit ein Jahr lang ohne weitere Kosten bis zu 30 Stunden pro Monat das mobile Internet nutzen.
Bereits vor knapp einem Jahr hatte das kanadische Unternehmen Datawind seine mobile Surfmaschine Pocketsurfer 2 für den deutschen Markt angekündigt – in den Handel sollte das Gerät Ende 2007 kommen. Daraus wurde nichts. Auch der zweite Anlauf unter der Hagenuk-Ägide blieb erfolglos. Im März 2008 wurde das Gerät für April 2008 angekündigt. Nun bleibt abzuwarten, ob Hagenuk den neuen Termin für den Marktstart einhalten wird, im Juli 2008 soll der Pocketsurfer 2 zu haben sein.
Das Besondere an dem Gerät: Der Käufer darf das erste Jahr bis zu 30 Stunden im Monat kostenlos im Internet surfen. Erst ab dem zweiten Jahr fallen Gebühren für die mobile Internetnutzung an, die pro Jahr 44,99 Euro betragen und dann wieder monatlich 30 Stunden Internetzugang enthalten. Wenn der Nutzer dieses Limit überschreitet, ist keine Internetnutzung mehr möglich, so dass keine weiteren Gebühren anfallen. Wem die 30 Stunden Internetnutzung nicht ausreichen, kann für 9,99 Euro pro Monat zusätzlich ohne Begrenzung das mobile Internet verwenden. Diese Option gilt auch für das erste Jahr.
Kurz vor Ablauf des ersten Jahres wird der Nutzer auf das Ende der kostenlosen Nutzungsdauer hingewiesen und kann das zweite Jahr dann buchen. Für die mobile Internetnutzung wird jeweils Vodafones Mobilfunknetz verwendet, allerdings beherrscht der Pocketsurfer 2 nur GPRS-Geschwindigkeit. Auf EDGE, UMTS oder gar HSDPA muss der Nutzer verzichten. Funktionen für mobile Telefonate sind im Pocketsurfer 2 gar nicht enthalten; das Gerät konzentriert sich allein auf die mobile Internetnutzung.
Der Webbrowser im Pocketsurfer 2 arbeitet ähnlich wie der Handybrowser Opera Mini mit einem zwischengeschalteten Server, der die Daten zuvor komprimiert. Das soll die Anzeige der Webseiten beschleunigen und die zu übertragende Datenmenge verringern. Der verwendete Browser soll dabei neben HTML auch JavaScript, ActiveX-Controls, Cookies sowie Popups und Java unterstützen. Außerdem können damit nach Herstellerangaben auch eingebettete PDF-Dateien angezeigt werden. Ob der Browser auch Youtube-Videos darstellt, ist nicht bekannt, eine Flash-Unterstützung wurde jedenfalls nicht angegeben. Die durchschnittliche Ladezeit für Websites gibt der Hersteller mit 5 bis 7 Sekunden an.
Im Unterschied zur ersten Produktankündigung soll der Pocketsurfer 2 nun mit einem integrierten GPS-Modul ausgestattet sein. Allerdings befindet sich laut Datenblatt keine Navigationssoftware auf dem Gerät. Damit stehen wohl nur internetbasierte Navigationslösungen bereit, die dann wertvolle Onlinezeit von den 30 Stunden pro Monat abzwacken.
Die weiteren technischen Daten der mobilen Surfmaschine sind gleich geblieben: Für die Darstellung besitzt das Gerät ein Farbdisplay mit 13,3 cm Bilddiagonale und einer Auflösung von 640 x 240 Pixeln. Zur Farbtiefe machte der Hersteller keine Angaben. Außerdem ist eine hintergrundbeleuchtete QWERTZ-Tastatur vorhanden, die die Eingabe von Webadressen auch bei dunkler Umgebung vereinfacht. Einen eigenständiger E-Mail-Client ist vorhanden, der Nutzer kann aber auch auf die Weboberflächen seines E-Mail-Anbieters ausweichen. Für eine einfache Bedienung findet sich eine Maustaste auf dem Gerät.
Zusammengeklappt misst das Gerät 152 x 75 x 15 mm und kommt auf ein Gewicht von 174 Gramm. Die maximale Akkulaufzeit gibt der Hersteller inzwischen mit 5 Stunden an – das ist nicht gerade üppig, falls der Pocketsurfer 2 intensiv eingesetzt wird. Die Stand-by-Zeit soll bei bescheidenen 5 Tagen liegen. Ob bei diesen Angaben die GPS-Funktionen aktiviert sind, ist nicht bekannt. Möglicherweise kann dies die Akkulaufzeiten weiter verringern.
Hagenuk will den Pocketsurfer 2 Anfang Juli 2008 zum Preis von 249 Euro anbieten. [von Ingo Pakalski und Yvonne Göpfert]