Abo
  • Services:

Neuer Treiber verschafft Nvidia Vorteile im 3DMark Vantage

Neuer Treiber von Futuremark bisher nicht anerkannt

Mit der neuen Version 177.39 hat Nvidia einen Treiber veröffentlicht, der die Berechnungen für die PhysX-Physikengine von der CPU auf die GPU verlagert. Für Diskussionen sorgen die Ergebnisse des synthetischen Benchmarks 3DMark Vantage, die zum Teil enorm gesteigert wurden.

Artikel veröffentlicht am ,

Nvidia hat mit der neuen Version 177.39 einen Treiber veröffentlicht, der die Aufgaben der Physikengine PhysX direkt auf der Grafikkarte berechnen kann. Mit der neuen Treiberversion hat Nvidia der neuen GeForce-GT-200-Serie und der 9800 GTX den Umgang mit der PhysX-Schnittstelle beigebracht, die Nvidia seit der Übernahme von Ageia nutzen kann. Offiziell listet Nvidia bisher nur den Treiber 177.35. Die neue Version mit PhysX-Unterstützung findet sich unter anderem bei tcmagazine.com.

Stellenmarkt
  1. Groz-Beckert KG, Albstadt
  2. ABB AG, Friedberg

Durch die Verlagerung der Physikberechnung von der CPU auf die GPU steigert sich die Leistung bei Spielen, die von der PhysX-Engine ausgiebig Gebrauch machen. Für Wirbel sorgen die Steigerungen beim synthetischen Benchmark 3DMark Vantage. Futuremarks 3DMark Vantage ist ein Test für den Grafikprozessor (GPU) und die Rechenleistung des Hauptprozessors (CPU). Bei einem der CPU-Tests kann optional ein vorhandener Physikprozessor (PPU) zur Unterstützung hinzugeschaltet werden. Hier greift nun allerdings auch Nvidias Treiber ein und verbessert das Ergebnis dramatisch.

Wie dem Futuremark-Forum zum 3DMark Vantage zu entnehmen ist, erhöht sich das Ergebnis des Einzeltests teilweise um das Fünffache - mit entsprechenden Auswirkungen auf das Gesamtergebnis des synthetischen Benchmarks. Einer der Tester berichtet, dass die Treiberversion 175.16 noch 4176 Punkte erreichte. Mit der Version 177.39 und den neuen PhysX-Treibern erreichte der Tester 5833 Punkte. Auch in anderen Fällen sind die Sprünge teilweise enorm.

Wer nun Unreal Tournament 3 mit entsprechenden PhysX-Leveln spielt, profitiert tatsächlich von den neuen Treibern. Durch die besseren Resultate im Test für den Hauptprozessor verschafft sich Nvidia jedoch einen Vorteil, der bei weitem nicht für alle Spiele gilt. Und so wird eifrig diskutiert, ob Nvidia hier nicht (erneut) trickst, wie es auch ATI schon in der Vergangenheit getan hat.

Dass Funktionen eines Treibers oder einer Grafikkarte nur für einen Teil der Spiele von Nutzen sind, ist normal. Daher sind Ergebnisse von synthetischen Benchmarks immer mit Vorsicht zu genießen. Ohne PhysX-Spiele sind die Topgrafikkarten von Nvidia bei weitem nicht so schnell, wie es die Ergebnisse des 3DMark Vantage vermitteln. An der Gewichtung des CPU-Tests sind also Zweifel angebracht, insbesondere, da Futuremark das Nutzen der GPU für einen CPU-Test nur bedingt zulässt (Futuremarks Driver Approval Policy (PDF)). Während des CPU-Test langweilt sich die GPU zudem größtenteils, so dass die Ergebnisse kaum realistisch sind.

Optimierungen an der GPU dürfen das Ergebnis eines CPU-Tests nicht zu sehr beeinflussen. Auf der anderen Seite nutzt der 3DMark Vantage aber auch die alten PhysX-Boards, die die CPU-Werte ebenfalls steigern. Hier unterstützt die PPU den Test, sie lässt sich aber auch ausschalten. Die Meinungen zu Nvidias Treiber gehen weit auseinander. The Inquirer bezeichnet Nvidias Optimierungen etwa offen als Schummeln. In Futuremarks Foren wird hingegen kontrovers diskutiert, ob Nvidia die GPU für Physikberechnungen nutzen soll oder nicht. Ob Futuremark den Treiber 177.39 in die Liste der zugelassenen Treiber aufnimmt, ist noch offen.

GeForce PhysX soll später auch für andere Grafikkarten der Serie 8 und 9 von Nvidia freigeschaltet werden. Bisher muss dafür eine .inf-Datei modifiziert werden. Golem.de wird den Treiber 177.39 für zukünftige Benchmarks vorerst nicht nutzen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 99,99€ (versandkostenfrei)
  3. 59,99€
  4. täglich neue Deals bei Alternate.de

Hotohori 26. Jun 2008

Ähm, um Garantie ging es hier nicht. Aber die Garantie bringt mir da auch nicht so viel...

Sir Jective 25. Jun 2008

Leider trifft das den Nagel ganz genau auf den Kopf! Wobei "nicht besonders gute...

Helium 24. Jun 2008

Wieso wird das als Betrug angesehen? Nur weil ein Testprogramm bescheuert programmiert...

Zustimmender 24. Jun 2008

Genau so ist. nVidia bringt Physik auf die GPU um dem User einen Nutzen in Spielen zu...

muuH 24. Jun 2008

Hauptsächlich Treiberentwickler von ATI! Das wir verdammt sexy sind und mit Fuffies...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Hololens 2 - Hands on (MWC 2019)

Die Hololens 2 ist Microsofts zweites AR-Headset. Im ersten Kurztest von Golem.de überzeugt das Gerät vor allem durch das merklich größere Sichtfeld.

Microsoft Hololens 2 - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Tom Clancy's The Division 2 im Test: Richtig guter Loot-Shooter
Tom Clancy's The Division 2 im Test
Richtig guter Loot-Shooter

Ubisofts neuer Online-Shooter beweist, dass komplexe Live-Spiele durchaus von Anfang an überzeugen können. Bis auf die schwache Geschichte und Gegner, denen selbst Dauerbeschuss kaum etwas anhaben kann, ist The Division 2 ein spektakuläres Spiel.
Von Jan Bojaryn

  1. Netztest Connect Netztest urteilt trotz Funklöchern zweimal sehr gut
  2. Netztest Chip verteilt viel Lob trotz Funklöchern

Next Generation Car: Das Fahrzeug der Zukunft ist modular
Next Generation Car
Das Fahrzeug der Zukunft ist modular

Ein Fahrzeug braucht eine Kabine und einen Antrieb. Müssen aber beide eine fest verbundene Einheit sein? Forscher des DLR arbeiten an verschiedenen Konzepten für das Auto der Zukunft. Eines davon ist ein modulares Fahrzeug, das für verschiedene Zwecke eingesetzt werden kann.
Von Werner Pluta

  1. DLR Phylax erkennt Sprengstoffreste per Laser
  2. Raumfahrt DLR testet 3D-gedrucktes Raketentriebwerk
  3. Eden ISS Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

    •  /