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Die Zukunft der 3D-Grafik und 3D-Hardware

3D-Experte Keondjian über Spielegrafik und die Engines der Zukunft

Der Brite Servan Keondjian kennt sich mit 3D-Grafik aus: Er war leitender Entwickler bei der Schöpfung des Direct-3D-Standards. Auf der Game Developers Conference in Paris sprach er über die Zukunft der 3D-Grafik. Golem.de war dabei und hat mit ihm gesprochen.

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"Stellen Sie sich 3D-Hardware einfach wie einen TV-Tuner in einem Fernseher oder sonstigem Empfangsgerät vor", sagte Servan Keondjian auf der Game Developers Conference, die am 23. und 24. Juni 2008 in Paris stattfindet. Der britische Softwareentwickler und Chef des Middleware-Unternehmens Qube ist überzeugt, dass sich die Zeit der spektakulären Fortschritte bei 3D-Karten und der immer aufwendigeren Effekte dem Ende nähert. "2009 werden Intel und AMD Chips ausliefern, auf denen ganz selbstverständlich CPU und Grafikchip integriert sind, beide mit Multi-Core-Aufbau", sagte Keondjian. "Und 2010 werden wir einen einheitlichen Standard haben und stark sinkende Kosten für Ein-Chip-Prozessoren mit der Leistungsfähigkeit wie bei einer Xbox 360 oder Playstation 3." Es werde sich noch ein bisschen in Sachen Geschwindigkeit tun, aber nichts Grundsätzliches, ist Keondjian überzeugt. Sogar die derzeit angesagte Raytracing-Technik schätzte er im Gespräch mit Golem.de als nicht entscheidend ein: "Die Spieleindustrie führt das über die Shader-Technologie ein, und einige der Highend-Engines beherrschen diese Art von Fotorealismus schon. Wir kümmern uns nur darum, dass wir es ebenfalls unterstützen."

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Für deutlich wichtiger hält Keondjian, dass sich ein einheitlicher Softwarestandard für 3D durchsetzt. Den gibt es zwar schon in einfacher Form in Browsern, aber bei wirklich leistungsfähigen 3D-Algorithmen muss der Client jedesmal mitgeliefert und installiert werden. Keondjian erwartet, dass sich das ändert. Allerdings ist er dabei durchaus von eigenen Interessen geleitet, denn nachdem seine Firma Render Morphic von Microsoft gekauft wurde und die Arbeit an Direct3D abgeschlossen war, hat er ein neues Unternehmen namens Qube gegründet. Das hat inzwischen die Q-Engine entwickelt, eine Middleware-Lösung, die zusätzlich zu den gängigen Features auch von Grund auf darauf angelegt ist, Streaming zu unterstützen - vereinfacht gesagt das automatische Herunterladen von Inhalten, etwa Texturen, in Echtzeit.

Keondjian hält es wegen des steigenden Bedarfs von 3D-Grafik für Spiele, aber auch für andere Anwendungen wie 3D-Chats oder sogar 3D-Onlineshopping, für notwendig, dass sich analog zu Flash im Internet ein Softwarestandard etabliert. Er sieht seine Engine als einen möglichen Standard. Im Gespräch mit Golem.de schlug er vor, anschließend könnten sich dann auch Gremien und Organisationen um die Vereinheitlichung und Fortentwicklung kümmern. Eine andere Reihenfolge würde nur zu endlosen Diskussionen führen.

Der Konsolenkrieg zwischen Microsoft, Sony Computer Entertainment und Nintendo geht nach Keondjians Meinung trotzdem weiter. Allerdings nicht wie bislang vor allem mit immer besserer Grafik, sondern - Nintendo ist mit der Wiimote der Vorreiter - mit innovativen Eingabegeräten, vor allem aber mit exklusiven Publishingabkommen.

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coder 26. Jun 2008

Wenn man weder Ahnung noch Vorstellungskraft hat kann man natürlich versuchen das mit...

nf1n1ty 25. Jun 2008

Bezieht ihr euch hier irgendwie auf meine Signatur? Heaven Shall Burn (Der Himmel wird...

Deine Mutti 25. Jun 2008

FULL ACK Gruß Deine Mutti

Deine Mutti 25. Jun 2008

Wenn man so Anspruchslos und Langweilig wie Du ist, kann ich Deine Aussage verstehen...

qw 25. Jun 2008

warum nicht gleich so mächtig wie supernintendo oder gar atari2600?


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