China Mobiles erstes 4G-Netzwerk soll schon 2010 fertig sein

ZTE steht unter Zeitdruck - erstes globales LTE -Roamingprojekt gestartet

China Mobile, der gemessen an der Kundenzahl größte Mobilfunkbetreiber der Welt, will schon 2010 ein Netz der 4. Generation in kommerziellen Betrieb nehmen. Partner sind die britische Vodafone und der US-Konzern Verizon.

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China Mobile setzt auf den Standard TD-LTE und den chinesischen Netzwerkausrüster ZTE, dem man enge Zeitvorgaben zugeteilt hat, erklärte Shen Donglin, stellvertretender Bereichschef der Wireless-Technology-Sparte bei ZTE USA, der Zeitung South China Morning Post. Im kommenden Jahr wolle China Mobile Communications Corporate, der Mutterkonzern von China Mobile, bereits ein Testnetz nach dem Standard TD-LTE, (Time-Division Duplex Of Long-Term Evolution Platform), eine Erweiterung des chinesischen 3G-Standards TD-SCDMA, hochfahren. Downloads sollen damit zehnmal schneller möglich sein als mit TD-SCDMA, so das Blatt weiter.

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"Den Zeitplan hat uns der Betreiber China Mobile vorgegeben, und wir spurten dem Termin hinterher", so Shen. ZTE begann die Forschung und Entwicklung von TD-LTE im Jahr 2006. Laut Shen wird es die Vorgaben erfüllen können.

Einer der Konkurrenten auf diesem Gebiet ist Datang Mobile, Patenthalter von TD-SCDMA, der eine Partnerschaft mit dem schwedischen Ericsson-Konzern hat. China Mobiles 4G-Netzwerk werde wahrscheinlich im ungepaarten Spektrum auf der 2,3- oder 2,5-Gigahertz-Frequenz arbeiten, hieß es weiter.

Der Cheftechniker eines lokalen chinesischen Mobilfunkbetreibers äußerte Zweifel bezüglich eines schnellen Sprungs in den Mobilfunk der vierten Generation. Details für den 4G-Standard würden nicht vor Ende 2008 festgelegt. Eine kommerzielle Verfügbarkeit in den kommenden drei Jahren sei nicht zu erwarten. "Die Investitionen in die existierenden 3G-Netzwerke haben sich noch nicht ausgezahlt. Was sollte der Anreiz sein, jetzt schon in eine noch weiter entwickelte Technik zu investieren", zitiert Hongkongs größte englischsprachige Tageszeitung den namentlich nicht genannten Experten.

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Der ZTE-Manager Shen erhofft sich von dem frühen Start von TD-LTE Vorteile im Wettlauf mit anderen Mobilfunkstandards der vierten Generation. Der Mobilfunk-Chiphersteller Qualcomm werde in Kürze LTE-Chipsätze vorstellen. 4G-Netzwerke, die in unterschiedlichen Spektren angesiedelt sind, seien so in der Lage, mit höherer Kapazität auf eine einheitliche Plattform zuzugreifen, die als Interface zu existierender 3G-Technik dient. Europäische WCDMA-Netzbetreiber könnten dann für den Sprung in die nächste Generation auch TD-LTE als Alternative einsetzen, die, so Shen, "hohe Performance zu niedrigen Preisen" biete.

Zugleich hat die LTE SAE Trial Initiative (LSTI), ein globaler Zusammenschluss von LTE-Ausrüstern und -Betreibern, heute Tests für die Interoperabilität ihrer Produkte und Netzwerke für globales Roaming angekündigt. Im Mai 2007 hatten Alcatel-Lucent, Ericsson, Nokia, Nokia Siemens Networks, Nortel, Orange, T-Mobile und Vodafone den Zusammenschluss in der LSTI öffentlich angekündigt. Seither sind Agilent Technologies, China Mobile, Huawei, LG Electronics, Motorola, NTT DoCoMo, NXP, Rohde & Schwarz, Samsung, Signalion, Telecom Italia, Telefonica, Qualcomm und ZTE dazugekommen.

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