Anti-Spam-Projekt fordert Lizenzentzug für Registrar

Schlimmster Registrar für Spamversender sitzt in China

Das Anti-Spam-Projekt Knujon hat die Internetverwaltung ICANN aufgefordert, gegen den chinesischen Registrar Xin Net Bei Gong Da Software vorzugehen. Dieser sei laut Knujon der größte Registrar für Spamversender. Deshalb soll er keine Domains mehr registrieren dürfen.

Artikel veröffentlicht am ,

Knujon hat ein 13-seitiges Papier veröffentlicht, in dem das Projekt die Verfehlungen des chinesischen Registrars Xin Net auflistet.

Laut Knujon (von No Junk, von hinten nach vorne geschrieben, gesprochen: New John) wurden bei Xin Net in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 18.000 rechtswidrige Domains entdeckt. Von diesen Domains seien 1,7 Millionen Spammails ausgegangen, die Nutzer an Knujon weiterleiteten. Eine Prüfung habe ergeben, dass die meisten dieser Domains nicht korrekt registriert waren: Die meisten der Whois-Einträge zu den Domains seien "ungenau, falsch oder irreführend", so Knujon. Das gelte für tausende von Domains, die bei Xin Net registriert seien. Aufgabe der Registrare ist es, die Daten von Domaininhabern zu sammeln und aktuell zu halten.

Über die nicht korrekt registrierten Domains werden tausendfach die bekannten, ärgerlichen Werbemails für Penisverlängerungen, Potenzmittel und gefälschte Markenartikel wie Uhren verschickt. Aufforderungen, die Whois-Einträge von Domains zu aktualisieren, sei Xin Net nicht nachgekommen, so Knujon.

Knujon habe ICANN deshalb aufgefordert, Xin Net so lange die Lizenz zur Domainregistrierung zu entziehen, bis das Unternehmen seine Aufgaben erfülle, schreibt Knujon-Gründer Garth Bruen in einer Mitteilung an den amerikanischen Branchendienst Infoworld. Da Xin Net keine ordentlichen Whois-Einträge führe und weiterhin unrechtmäßige Domains registriere, sei das Unternehmen offensichtlich nicht in der Lage, "seine Verantwortung als Registrar zu übernehmen". Grund für den Aufruf sei die Gefahr für die öffentliche Gesundheit, die von den vielen falschen, bei Xin Net registrierten Onlineapotheken ausgehe.

Ende Mai 2008 veröffentlichte Knujon eine Rangliste der "zehn schlimmsten Registrare, was Spam betrifft". Darin machte Knujon ICANN auf eine Reihe von Registraren aufmerksam, die ihren Pflichten nicht nachkommen.

Den Spitzenplatz der Rangliste belegt Xin Net, gefolgt von zwei weiteren Registraren aus China. Auf Platz vier findet sich mit Joker ein Registrar aus Deutschland. Die Plätze sechs bis zehn belegen Registrare aus den USA. Laut Knujon sind 90 Prozent der Domains, für die in Spammails geworben wird, bei nur 20 Registraren gemeldet.

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Elefant 26. Mai 2009

Hallo, weil du nicht immer die richtigen Angaben gemacht hast und unterschiedliche...

Kopfschüttler2 24. Jun 2008

Sag mal, ist es tatsächlich schon soweit, dass Menschen für ein spamfreies Web die...

mariannerosenbe... 24. Jun 2008

spam ist umweltverschmutzung. kostet nämlich alles auch energie.

Lord_Pinhead 23. Jun 2008

Dann kaufen die neue unter anderem Namen. Bringt nix



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