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Mehrzahl der Projekte bleibt bei der GPLv2

Duallizenzierung auf dem Vormarsch. Über 2.000 Open-Source-Projekte nutzen die GNU General Public License (GPL) in der Version 3. Diese Zahlen legte das US-Unternehmen Black Duck vor, das die Veränderungen in der Lizenzierung zwischen dem Juni 2007 und Juni 2008 beobachtet hat.
/ Julius Stiebert
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Die GPLv3 wurde im Juni 2007 veröffentlicht - 16 Jahre nachdem die Lizenz zum letzten Mal verändert wurde. Die Neufassung wurde in zentralen Punkten an heutige Rahmenbedingungen angepasst und ist nicht mehr so stark an das US-Copyright-System angelehnt.

Zum einjährigen Geburtstag der Lizenz hat nun Black Duck seine Beobachtungen veröffentlicht. Das Unternehmen bietet Software zum Lizenzmanagement an und beobachtet die Verbreitung von Open Source und entsprechenden Lizenzen(öffnet im neuen Fenster) . Die Familie der GPL-Lizenzen wird laut Black Duck immer noch am häufigsten für Open-Source-Projekte genutzt. Die GPLv3 verwenden derzeit 2.462 Projekte. Die Zahl der Projekte, die die GPLv3 wählen, habe im letzten halben Jahr um 20 Prozent pro Monat zugenommen. 357 Projekte nutzen laut Black Duck die Lesser General Public License (LGPL) in der Version 3.

Knapp 58 Prozent der von Black Duck verzeichneten Open-Source-Projekte bleiben aber bei der GPLv2. Direkt danach kommen die unter der LGPL 2.1 veröffentlichten Projekte mit knapp 11 Prozent. Eine Duallizenzierung nehme zu, so Black Duck. Immer mehr Anbieter, wie MySQL oder SugarCRM, veröffentlichten ihre freien Versionen unter der GPL und eine kommerzielle Version unter einer speziellen Lizenz.

Black Ducks Konkurrent Palamida beobachtet die GPLv3-Akzeptanz(öffnet im neuen Fenster) ebenfalls. Aktuell werden hier 2.767 GPLv3-lizenzierte Projekte verzeichnet. 261 nutzen die LGPLv3.


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