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Linux-Entwickler äußern sich zu Closed-Source-Modulen

Hersteller sollen offene Kernel-Module anbieten

Einige Linux-Kernel-Entwickler haben eine Stellungnahme zu Closed-Source-Modulen veröffentlicht. Darin bitten sie Hersteller, freie Module anzubieten, um den Anwendern nicht die Vorteile freier Software zu nehmen. Linus Torvalds hat nicht unterzeichnet.

Proprietäre Module für den Kernel sind den Linux-Entwicklern schon lange ein Dorn im Auge. Der Kernel selbst wird unter der GPLv2 veröffentlicht. Was in den Linux-Kern aufgenommen werden soll, muss also auch unter dieser Lizenz stehen. Einige Anbieter jedoch veröffentlichen ihren Code unter proprietären Lizenzen und stellen nur fertig kompilierte Module für den Kernel bereit. Die lassen sich zur Laufzeit in den Kernel laden.

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Eines der prominentesten Beispiele dürfte Nvidia mit seinem Grafiktreiber sein. Auch AMD bietet einen proprietären Treiber für seine ATI-Grafikkarten an. Allerdings hat AMD seine Spezifikationen mittlerweile offengelegt. Auf deren Basis entstehen nun freie Treiber. Die rechtliche Situation der Closed-Source-Module ist indes unklar. Linus Torvalds etwa spricht von einer Grauzone, während andere Entwickler diese Module schlicht als illegal ansehen. Werden Closed-Source-Module in den Linux-Kernel geladen, meldet sich dieser als "tainted" (befleckt, verdorben).

Einige Linux-Entwickler haben nun erneut Stellung zu dieser Situation bezogen. Closed-Source-Module seien schädlich, heißt es darin. Häufig seien diese Module instabil, was dann aber als ein Problem des Linux-Kernels wahrgenommen werde. Zudem könne die Community keine Hilfe zu solchen Modulen anbieten und somit verwehre man Anwendern entscheidende Vorteile freier Software. Man bitte die Anbieter daher dringend, Open-Source-Quelltexte zu veröffentlichen.

Unterzeichnet haben verschiedene Kernel-Entwickler wie Dave Airlie, Adrian Bunk, Alan Cox, Dave Jones, Ingo Molnar, Andrew Morton und Arjan van de Ven. Nicht dabei ist Linus Torvalds. Angeführt werden die Entwickler von Greg Kroah-Hartman. Der bietet Firmen mit seinem Linux Driver Project an, kostenlos Treiber für deren Hardware zu programmieren - sofern sie ihm die Spezifikationen zur Verfügung stellen. Dieser Code wird dann so aufbereitet, dass er in den Kernel gelangen kann. Denn außerhalb des Kernels gepflegte Teile sehen die Linux-Entwickler ohnehin nicht gerne - unabhängig davon, ob diese offen sind oder nicht.

Immer wieder gab es Diskussionen darum, ob proprietäre Treiber einfach unterbunden werden sollen. Bisher setzte sich dies noch nicht durch. Einige Kernel-Entwickler gehen aber davon aus, dass man langfristig keine Closed-Source-Module mehr zulassen werde. Einige Versuche in diese Richtung gab es schon. Ein anderer Ansatz ist, proprietäre Treiber statt im Kernelspace im Userspace laufen zu lassen. Die können dann auf eine stabile Schnittstelle zugreifen, was auch zur Folge hat, dass die Treiber bei einer neuen Kernel-Version weiter funktionieren. Die Schnittstellen zum Userspace werden nämlich in der Regel nicht geändert. Nutzer von Closed-Source-Modulen hingegen kennen die Situation, dass nach einem Kernel-Update unter Umständen erst der Anbieter dieser Treiber nachbessern muss, bevor sich die Module wieder laden lassen.


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Schmarren 24. Jun 2008

Wovon träumste Nachts??? Wie lange ist man schon bei, ATI-Grafiktreiber zu entwickeln...

Schmarren 24. Jun 2008

Einfach nur schmarren was Du schreibst! Schon mal versucht eine Webcam unter Linux zum...

robinx 24. Jun 2008

Naja die restricted-modules von ubuntu listen schon ein bischen, mehr auch wenn es nicht...

Anonymous 23. Jun 2008

Seit wann ist Adrian Bunk ein Entwickler?

Herb 23. Jun 2008

Was hab ich denn davon, Linux-Treiber zu entwickeln? Die gute Chance, von ein paar...



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