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Übernahme Yahoos durch Microsoft noch nicht ad acta gelegt

Geht Jerry Yang, gibt es neue Gespräche. Microsoft könnte nach einer Entmachtung von Yahoos Chef Jerry Yang erneut versuchen, das Unternehmen zu übernehmen. Dies schloss Microsofts Konzernmanager Kevin Johnson in einem Interview nicht aus. Sollte Yahoo eine neue Führungsspitze erhalten, werden die Karten neu verteilt.
/ Andreas Donath
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In einem Interview(öffnet im neuen Fenster) mit der Financial Times Deutschland (FTD) sagte Johnson, dass Microsoft im Werbemarkt für Suchwortanzeigen künftig die Nummer eins werden will - auch mit dem zweiten Platz würde man sich zufriedengeben. Das Unternehmen prüft derzeit einige Zukäufe in diesem Gebiet, will aber auch aus eigener Kraft heraus wachsen.

Yahoos Chef Yang hatte im Mai 2008 zunächst ein Angebot von 45 Milliarden US-Dollar ausgeschlagen und danach den Teilverkauf zumindest der Suchmaschine des Unternehmens für eine Milliarde US-Dollar verbunden mit einem Aktienkauf in Höhe von acht Milliarden US-Dollar abgelehnt. Diese Haltung hatte Yang viel Kritik, auch aus den eigenen Aktionärsreihen, eingebracht, die das Angebot von Microsoft durchaus für attraktiv hielten.

Mit einer Übernahme von Yahoo oder auch nur einer Kooperation hätte Microsoft seine Probleme im Suchmaschinenbereich jedoch nicht lösen können, gab Johnson zu, da Yahoo vor allem ein amerikanischer Konzern sei.

Microsoft will nach Johnsons Aussagen vor allem seine Marken konsolidieren, um künftig einheitlicher aufzutreten. Die Zersplitterung in Live.com, MSN.com und andere Dienste sind für die Kunden zu verwirrend. Johnson verriet allerdings nicht, was Microsoft vorhat.


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