Abo
  • Services:
Anzeige

Marssonde entdeckt Eis - und benötigt einen Softwarepatch

Weiße Bröckchen verschwanden nach einigen Tagen

Die Sonde Phoenix, die seit Ende Mai 2008 den Mars erforscht, hat Wassereis gefunden. In einer Furche war die Sonde auf eine weiße Substanz gestoßen, die nach einigen Tagen verschwunden war. Die Forscher auf der Erde sind überzeugt, dass es sich dabei um Eis auf Wasserbasis handelt, das verdampft ist.

Peter Smith ist sich sicher: "Es muss Eis sein", sagt der wissenschaftliche Leiter der Phoenix-Mars. Die kleinen weißen Klümpchen, die die Marssonde Phoenix in einer Furche beobachtet hatte, waren nach einigen Tagen verschwunden. Das lässt für die Forscher nur den Schluss zu, dass es sich dabei um Eis handeln muss.

Anzeige
Eisbröckchen in einer Furche auf dem Mars (Foto: Nasa)
Eisbröckchen in einer Furche auf dem Mars (Foto: Nasa)

Die Marssonde Phoenix hat mit ihrem Roboterarm mehrere Furchen in den Marsboden gebuddelt, um unter dem Staub nach Anzeichen von Wasser zu suchen. In den Furchen war die Sonde auf eine harte Schicht aus einem hellen Material gestoßen. Die Wissenschaftler rätselten aber, ob es sich dabei um Wasser oder um Salz handelt.

Phoenix fotografierte daraufhin die Furchen an mehreren Tagen hintereinander. In der Furche, der die Forscher den Spitznamen "Dodo-Goldilocks" gegeben haben, fehlte nach einigen Tagen ein Teil der Substanz. Die Furche "Dodo-Goldilocks" ist 35 Zentimeter lang, 22 Zentimeter breit und etwa 7 Zentimeter tief.

Phoenix: Eis auf dem Mars
Phoenix: Eis auf dem Mars
Nach der Analyse der Bilder waren die Wissenschaftler überzeugt: Die kleinen Bröckchen konnten nur aus gefrorenem Wasser bestehen, das verdampft war. "Dass diese kleinen Klumpen nach einigen Tagen verschwunden waren, ist der Beweis dafür, dass es sich um Wasser handelt", sagte Smith. "Salz kann das nicht."

Inzwischen ist der Roboterarm beim Graben auch an einer anderen Stelle auf Widerstand gestoßen. Da die harte Schicht sich in der gleichen Tiefe befindet wie das Eis, vermuten die Wissenschaftler, dass Phoenix auch dort Eis gefunden hat.

Allerdings verzögert ein Computerproblem derzeit die Arbeit der Sonde. Dadurch waren in den vergangenen Tagen Daten und Fotos verloren gegangen. "Wir verstehen jetzt, was passiert ist und können das Problem mit einem Softwarepatch beheben", sagte Projektmanager Barry Goldstein. Der Patch soll in den kommenden Tagen zur Marssonde geschickt und installiert werden. Dann soll es wieder möglich sein, Daten über Nacht auf der Sonde zu speichern.

Die Mission sei aber, so Goldstein, durch das Computerproblem nicht gefährdet. "Unser dreimonatiger Terminplan lässt genug Toleranz für solche Eventualitäten." Die Toleranz betrage 24 Marstage, von denen erst einer verbraucht sei. "Die Mission ist dem Zeitplan voraus. Wir machen sehr gute Fortschritte hin zum vollen Erfolg unserer Mission."

Die Sonde war Ende Mai nahe dem Nordpol des Mars gelandet. Ziel der aktuellen Marsmission ist die Suche nach Wasser. An Bord der Sonde befindet sich auch eine Kamera, die am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung im niedersächsischen Katlenburg-Lindau für die Suche nach Eis entwickelt wurde.


eye home zur Startseite
mercury 23. Jun 2008

das war mein erster gedanke. schicken den da rauf um zu untersuchen, ob es da wasser...

LoLLL 23. Jun 2008

Genauso spannend wie dein Kotzbrocken-Kommentar .

Peter Lustig 22. Jun 2008

flashen ist was anderes als Patchen. Dir auch noch eine wunderschöne Nacht...

Mondmensch 21. Jun 2008

Müssen die nicht Rot sein?

hhhhhhhhhhhhhhh... 21. Jun 2008

Raketen haben auch ihren Stolz!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Sascha - Meldungen - RSS-Feed / 23. Jun 2008

bastelschubla.de / 23. Jun 2008



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Post DHL Group, Bonn
  2. AVL List GmbH, Graz (Österreich)
  3. Sharp Electronics GmbH, Hamburg
  4. Dataport, Bremen, Hamburg, Magdeburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 129,99€ (219,98€ für zwei)

Folgen Sie uns
       


  1. Geplante Obsoleszenz

    Italien ermittelt gegen Apple und Samsung

  2. Internet

    Unternehmen in Deutschland weiter mittelmäßig versorgt

  3. BeA

    Soldan will Anwälten das Internet ausdrucken

  4. Videospeicher

    Samsung liefert GDDR6 mit doppelter Kapazität

  5. Baywatch

    Drohne rettet zwei Schwimmer

  6. Flugzeuge

    Norwegen will Kurzstreckenflüge bis 2040 elektrifizieren

  7. Kabelnetz

    Vodafone setzt bereits Docsis 3.1 beim Endkunden ein

  8. Neuer Standort

    Amazon sucht das zweite Hauptquartier

  9. Matt Booty

    Mr. Minecraft wird neuer Spiele-Chef bei Microsoft

  10. Gerichtsurteil

    Internet- und Fernsehkunden müssen bei Umzug weiterzahlen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

  1. Re: Als einziger Hersteller von Smartphones hat...

    y.m.m.d. | 10:16

  2. Re: Und warum nicht in Deutschland?

    Keepo | 10:16

  3. Re: Samsung?

    Baron Münchhausen. | 10:16

  4. Kann Meltdown nur Daten aus dem L1D Cache lesen?

    SolemSchicktLes... | 10:15

  5. Re: Nicht Jahre warten, sondern AMD kaufen.

    Der Held vom... | 10:14


  1. 09:36

  2. 09:08

  3. 08:52

  4. 07:49

  5. 07:35

  6. 07:18

  7. 19:09

  8. 16:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel