Abo
  • Services:

Kinobetreiber: "Nicht so schnell mit dem Broadcast-Flag!"

US-Kinobetreiber stellen sich gegen Hollywood

Der nationale Verband der US-Kinobetreiber (National Association of Theater Owners, kurz NATO) hat sich im Streit um die Zulassung eines digitalen Broadcast-Flags gegen die Hollywood-Studios gestellt. Die Kinobetreiber sehen ihre Existenz gefährdet.

Artikel veröffentlicht am ,

Anfang Juni hatte der Verband der US-Filmindustrie, die Motion Picture Association of America (MPAA), bei der US-Aufsichtsbehörde für Funk und Fernsehen (Federal Communication Commission, FCC) beantragt, ein digitales Broadcast-Flag namens "wählbare Ausgabekontrolle" ("selectable output control", SOC) einführen zu dürfen. Bei digital übertragenen Fernsehsendungen, die mit SOC markiert sind, würden sich dann digitale Set-Top-Boxen und Videorekorder weigern, eine Aufzeichnung der Sendung zu ermöglichen.

Stellenmarkt
  1. Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Hamburg
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf, Köln, Hagen

Die von den Hollywood-Studios dominierte MPAA begründete ihren Antrag mit dem Wunsch, in Zukunft aktuelle Kinofilme über Kabelnetze anzubieten, noch bevor diese auf DVD oder Blu-ray-Disc in den Handel kommen. Die MPAA befürchtet jedoch, dass "es ein inakzeptabel großes Risiko darstellen würde, den Kunden zu gestatten, wertvolle, erst kurz zuvor veröffentlichte Filme über ungeschützte Ausgänge anzuschauen." Mit anderen Worten: Die MPAA hat Angst, die Kunden könnten die Filme in hoher Qualität aufzeichnen und unerlaubt weiterverbreiten. Das wäre dem Geschäft mit DVD und Blu-ray-Disc abträglich.

Aus Sicht der Kinobetreiber sind die Pläne der Hollywood-Studios jedoch Existenz bedrohend. Die NATO befürchtet, die Pläne der MPAA könnten, sollten sie in die Praxis umgesetzt werden, zu einem "Zusammenbruch der Auswertungsfenster" führen. Die Kinobetreiber sehen die Gefahr, dass die Verbraucher sich die neuen Filme lieber daheim anschauen würden, als ins Kino zu gehen, sollten die Filme schon kurz nach ihrer Kinopremiere via Kabel verfügbar gemacht werden. Die Kinos würden also aus der Verwertungskette verdrängt.

Das von der MPAA gewünschte Geschäftsmodell "könnte einen verheerenden Effekt für unsere Mitglieder und die Verbraucher haben", schrieb der NATO-Vorsitzende G. Kendrick Macdowell deshalb vorgestern an die FCC. Kendrick bat zugleich um eine Verlängerung der Einspruchsfrist, um den NATO-Mitgliedern eine ausführliche "Diskussion des vorgeschlagenen Modells und seiner Implikationen" zu ermöglichen. Die MPAA hätte sich laut Macdowell "auf eine Anfrage [der NATO] geweigert, mehr Zeit für Diskussionen einzuräumen." In ihrem Antrag an die FCC hatte die MPAA sogar darauf gedrängt, den Zeitraum für Kommentare deutlich zu verkürzen, "damit die Antragsteller... schnell vorwärts kommen".



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 35,99€
  3. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  4. 4,44€

jm2c 20. Jun 2008

"Hitze in den Sälen"? In welche Kinos gehts Du denn? Ich hab schon öfters während des...

jm2c 20. Jun 2008

Ich bin nicht mal der Meinung, dass sich Kino und Heimkino näher gekommen sind, auch wenn...

jm2c 20. Jun 2008

Nein, die NATO möchte etwas nicht anbieten, was sie anbieten könnte, obwohl die...

robinx 20. Jun 2008

Wer sagt dass es eine PAssende Karte gibt? Dieser Dienst ist wie der großteil in den USA...

Also nein 20. Jun 2008

KINOs! Kapiert es endlich. Eure Zeit ist vorbei. Das habt ihr euch aber auch selber...


Folgen Sie uns
       


LG G7 Thinq - Test

Das G7 Thinq ist LGs zweites Smartphone unter der Thinq-Dachmarke. Das Gerät hat eine Kamera, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz Bildinhalte analysiert und anhand der Analyseergebnisse die Bildeinstellungen verändert. Mit äußerster Vorsicht sollten Nutzer die Gesichtsentsperrung verwenden, da sie sich in der Standardeinstellung spielend leicht austricksen lässt.

LG G7 Thinq - Test Video aufrufen
3D-Druck on Demand: Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt
3D-Druck on Demand
Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt

Es gibt viele Anbieter für 3D-Druck on Demand und die Preise fallen. Golem.de hat die 3D-Druckdienste von Toom, Conrad Electronic, Sculpteo und Media Markt getestet, um neue Figuren der Big-Jim-Reihe zu erschaffen.
Ein Praxistest von Achim Sawall


    Jurassic World Evolution im Test: Das Leben findet einen Weg
    Jurassic World Evolution im Test
    Das Leben findet einen Weg

    Ian Malcolm hatte recht: Das Leben wird ausgegraben und gebrütet, es frisst und stirbt oder es bricht aus und macht Jagd auf die Besucher. Nur leider haben die Entwickler von Jurassic World Evolution ein paar kleine Design-Fehler begangen, so wie Henry Wu bei der Dino-DNA.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Vampyr im Test Zwischen Dracula und Doktor
    2. Fe im Test Fuchs im Farbenrausch
    3. Thaumistry: In Charm's Way im Test Text-Adventure der ganz alten Schule

    Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
    Shift6m-Smartphone im Hands on
    Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

    Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
    Von Oliver Nickel


        •  /