Zeichen bei T-Systems stehen auf Streik

Telekom-Tochter bietet höhere Gehälter gekoppelt an Gewinnziele an

Die Tarifauseinandersetzungen bei T-Systems "laufen auf einen größeren Konflikt zu", erklärte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder. Ein Streik wird immer wahrscheinlicher. Betroffen sind 27.000 Tarifangestellte.

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Seit Anfang Mai 2008 läuft der Streit zwischen der Dienstleitungsgewerkschaft und der Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom. T-Systems hat bisher vorgeschlagen, ab 2011 das Jahreszielgehalt eventuell um 4 Prozent zu erhöhen. In den Vorjahren soll ein "Vielleicht-Bonus" gezahlt werden, alles jedoch abhängig davon, ob bestimmte Gewinnziele des Unternehmens erreicht werden.

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"Es wird auf Konfrontation, auf bedingungslosen Gehorsam und Unterordnung der Beschäftigten gesetzt, statt auf Ausgleich", sagte Schröder, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei der Telekom ist, der Frankfurter Rundschau. Das Management der Telekom achte keine Grenzen und müsse einsehen, dass es sich völlig vergaloppiert habe. "Das werden wir uns nicht bieten lassen. Wenn die Arbeitgeber ihre Haltung in dieser Frage nicht verändern, wird ein Streik immer wahrscheinlicher", sagte Schröder der Zeitung. Es laufe alles auf einen "größeren Konflikt zu".

Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt auf zwölf Monate in Form einer tabellenwirksamen Gehaltssteigerung, die das Grundgehalt anhebt.

Nach der Bespitzelungsaffäre sei das Klima im Konzern "vergiftet", erklärte der Verdi-Funktionär weiter. Dies könne das Unternehmen nur überwinden, wenn "man die eigenen Beschäftigten nicht zu potenziellen Gegnern macht und die Aufsichtsräte nicht als potenzielle Verräter betrachtet." Der Telekom wird vorgeworfen, missliebige Journalisten und die eigenen Aufsichtsräte bespitzelt zu haben. Ein Ermittlungsverfahren läuft gegen elf Beschuldigte.

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