Sicherheitslücke in Onlinekaffeemaschine
Daran, dass Computer vor Angreifern aus dem Cyberspace nicht sicher sind, haben wir uns gewöhnt. Also installieren wir auf den Geräten Software gegen digitale Schädlinge oder verstecken sie hinter Firewalls. Ein australischer Risikoberater hat nun aber festgestellt, dass selbst Küchengeräte vor Crackern nicht sicher sind.
Wie der australische Risikoberater Craig Wright herausgefunden hat, gibt es in dem ICS eine Sicherheitslücke. Einen Patch gebe es dafür jedoch nicht, schreibt(öffnet im neuen Fenster) er im Forum Bugtraq.
Nutzt ein Angreifer die Sicherheitslücke aus, kann er sich Zugang zum Allerheiligsten des Kaffeetrinkers verschaffen. Denn der kann das Gerät so konfigurieren, dass der Kaffee ganz nach den individuellen Vorlieben gebrüht wird. Diese Einstellungen kann ein Cracker verändern und beispielsweise einen harmlosen Nachmittagskaffee zu einem tiefschwarzen Angriff auf den Kreislauf modifizieren, der den Genießer die halbe Nacht wach hält.
Weniger harmlos ist die Möglichkeit, dass der Angreifer die technischen Einstellungen so manipulieren kann, dass nur ein Servicetechniker das rund 1.000 Euro teure Gerät wieder zum Laufen bringen kann. Aber auch das ist noch nicht alles. Wie Wright berichtet, kann ein Angreifer über die Kaffeemaschine sogar auf einen angeschlossenen Computer zugreifen.
Das ICS ist dazu da, eine Kaffeemaschine über ein lokales Netz an das Internet anzuschließen. Gedacht ist das Gerät für Großkunden wie Tankstellenketten, die eine ganze Reihe von Kaffeemaschinen an verschiedenen Standorten betreiben. Der Betreiber kann dann aus der Ferne den Status, den Verbrauch, aber auch den Umsatz der Maschine abfragen.



