Bezahlen per Fingerabdruck
Das System Tip2Pay erlaubt es den Kunden, in den Filialen der Kette Albert Heijn bargeldos zu bezahlen. Einen Finger auf einen Scanner zu legen reicht aus, um die Waren auf dem Band in Besitz zu nehmen. Das Geld wird dann vom Konto des Kunden abgebucht.
Zunächst sollen die Kunden ein halbes Jahr lang per Fingerabdruck zahlen können. In dieser Zeit will die Supermarktkette herausfinden, ob die Kunden des Unternehmens die neuartige Zahlmethode annehmen.
Experten bezweifeln allerdings die Sicherheit biometrischer Bezahlsysteme. So demonstrierten im November 2007 zwei ARD-Reporter, wie einfach es ist, ein solches System zu überlisten. Zusammen mit dem Chaos Computer Club (CCC) fälschten sie einen Fingerabdruck und kauften damit in einer Filiale der Supermarktkette Edeka, die ein vergleichbares Bezahlsystem einsetzte.
Der CCC warnt schon seit Jahren vor dem möglichen Missbrauch von Fingerabdrücken. Im Jahr 2004 dokumentierten die Hacker auf ihrer Website(öffnet im neuen Fenster) , wie man fremde Fingerabrücke von beliebigen Gegenständen kopiert und eine Attrappe davon anfertigt.
Tip2Pay ist nur ein neues Bezahlsystem, mit dem Albert Heijn derzeit expermentiert. So testet das niederländische Unternehmen nach Auskunft von van Dijk unter anderem auch ein System, bei dem der Kunde seine Rechnung über das Mobiltelefon begleicht.



