Microsoft kauft Anbieter für interaktive TV-Werbeformate
Navic-Anwendungen laufen auf digitalen Set-Top-Boxen und erlauben Werbetreibenden, ihre Spots an vielversprechende Zielgruppen auszuliefern. Ein 30-Sekunden-Werbespot kann so zum Beispiel mit einer Overlay-Folie versehen werden, über die weitere Produktinformationen oder längere Werbeeinblendungen abrufbar sind. Der Zuschauer kann an Abstimmungen teilnehmen oder wird zum SMS-Absenden aufgefordert.
Firmen können ihre Werbung gezielt an Personen im geografischen Umfeld von bestimmten Ladengeschäften ausliefern. Über auf der Set-Top-Box gespeicherte Daten lassen sich mit dem Navic-Produkt "Admira" gezielt Zuschauergruppen ausfiltern, die Sendungen aus den Bereichen Nachrichten, Sport, Quizshows, Musik oder Kinderprogramm bevorzugen.
Zu den finanziellen Konditionen der Übernahme wurden keine Angaben gemacht. Das seit acht Jahren bestehende Unternehmen hat 82 Beschäftigte, hauptsächlich an seinem Sitz in Waltham, im US-Bundesstaat Massachusetts. Navic-Produkte laufen nach den Angaben auf 35 Millionen Set-Top-Boxen in Nordamerika. Von Investoren erhielt Navic Networks nach eigenen Angaben 43 Millionen US-Dollar. Die private Firma wird als 100-prozentige Tochter in die Microsoft-Sparte "Advertiser und Publisher Solutions (APS)" integriert.



