Spieleserverangebot wegen Jugendschutzgesetz eingestellt
"Vor dem Hintergrund eines anhaltend negativen politischen Umfeldes und anlässlich der weiter gehenden Diskussionen und Gesetzesverschärfung sowie der damit verbundenen juristischen und wirtschaftlichen Unsicherheit für solche Angebote bleibt als konsequenter Schritt lediglich die Leistungseinstellung des Dienstes" , schreibt die IP Entertainment auf der Startseite ihres Spieleserverangebots XG1.de und kündigt an, den Service zum 31. Juli 2008 einzustellen. Das Unternehmen bezieht sich ausdrücklich auf die am 16. Juni 2008 durch den Bundesrat beschlossene Verschärfung des Jugendschutzgesetzes .
Im Gespräch mit Golem.de sagt Christian Seitz, Vorstand bei der Muttergesellschaft IP Partner AG, dass durch die jugendschutzbedingte Schließung des XG1.de-Angebots fünf Arbeitsplätze im Supportbereich wegfallen.
XG1-Geschäftsführer Timo Hilbertz kommentiert, es habe keinen Sinn, den E-Sport-Service in Deutschland weiter voranzutreiben, weil das Risiko etwa einer Sperrungsverfügung zu groß sei und er die erheblichen Investition nicht mehr sichern könne. Konsequenz sei, dass die E-Sportler sich Anbieter und Lieferanten außerhalb Deutschlands suchten, zumal das technisch nicht mit Nachteilen verbunden sei.



