Microsoft unterstützt Open-Source-Umfrage

Open Source Census legt erste Daten vor

Microsoft ist neuer Sponsor des "Open Source Census". Das Projekt will erfassen, wie weit Open-Source-Software in Unternehmen verbreitet ist. Erste Ergebnisse hat das Projekt auch vorgelegt.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Da Kunden und Partner zunehmend in heterogenen Umgebungen arbeiteten, sei es wichtig, sich an Projekten wie dem Open Source Census zu beteiligen, sagte Microsofts Open-Source-Chef Sam Ramji. Außer Microsoft konnte das Projekt ActiveState, EnterpriseDB, das Open-Source-Lab der Oregon State University sowie OSAlt.com als Sponsor gewinnen.

Um die Verbreitung freier Software in Unternehmen zu messen, hat OpenLogic Anfang 2008 den Open Source Census gestartet. Dafür wurde das Programm OSS Discovery veröffentlicht, das auf den Rechnern im Unternehmen nach vorhandener Open-Source-Software sucht und diese Daten anonym an die Datenbank des Projektes übermittelt. Anhand der so gesammelten Zahlen sollen später andere Firmen leichter für sie geeignete Software finden können.

Diese Vorgehensweise ist laut OpenLogic nötig, da sich die Verbreitung von Open Source mit klassischen Marktanalysen nur schwer messen lässt.

Dem Projekt zufolge wurden in den ersten beiden Monaten 220.000 Installationen aufgespürt. Unter den teilnehmenden Maschinen, die mit Linux laufen, führt Ubuntu mit 50 Prozent. Debian, Suse und Fedora folgen danach. Die fünf am häufigsten installierten freien Anwendungen sind bisher Firefox, Xerces, Zlib, Xalan und Prototype. Dabei stehen 66 Prozent der untersuchten Computer außerhalb der USA.

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