GEMA vermarktet Lizenzen von Sony/ATV europaweit

One-Stop-Shop nimmt zum 1. Juli 2008 den Betrieb auf

Die Verwertungsgesellschaft GEMA hat heute mit dem Musikverlag Sony/ATV Music Publishing einen Vertrag zur Vermarktung von Rechten in Europa geschlossen. Ab 1. Juli kann die GEMA Urheberrechte aus dem anglo-amerikanischen Repertoire von Sony/ATV europaweit lizenzieren.

Artikel veröffentlicht am ,

Der vorerst für eine Laufzeit von drei Jahren zwischen der GEMA und Sony/ATV Music Publishing geschlossene Vertrag hat zum Ziel, "den Ausbau bestehender Mobilfunk- und digitaler Onlinedienste zu beschleunigen und den Aufbau neuer Dienste zu fördern", wie es in einer Pressemitteilung der GEMA heißt. Dank des neuen Abkommens erhalten Lizenznehmer die Möglichkeit, aus einer Hand eine einzige, europaweit gültige Lizenz für das anglo-amerikanische Repertoire von Sony/ATV zu erwerben.

Stellenmarkt
  1. SAP Experte (m/w/d)
    Lödige Industries GmbH, Warburg
  2. Firewall Security Architekt (m/w/d)
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt
Detailsuche

Der GEMA-Vorsitzende Harald Heker sieht in der Kooperation mit Sony/ATV "eine große Verbesserung für die GEMA, da sie es uns ermöglicht, auch weiterhin das anglo-amerikanische Sony/ATV-Repertoire zu lizenzieren. Dieser Vertragsabschluss verdeutlicht, dass sich das System der europaweiten Lizenzierung digitaler Inhalte durchgesetzt hat". Martin Bandier, Chef von Sony/ATV, ist erfreut darüber, "dass künftig europaweite Lizenzen für die Nutzung unserer Songs aus einer Hand erhältlich sind. Es ist unser Ziel, zur Entwicklung neuer europaweiter Online- und Mobilfunkdienste beizutragen, damit die Verbraucher, egal wo sie leben, umfassender und schneller Zugang zu unserer Musik erhalten. Vom nachhaltigen Erfolg dieser legalen Geschäftsmodelle profitieren dann auch unsere Autoren und Komponisten."

Wer Musikrechte lizenzieren will, hat es bisher schwer. Das im Urheberrecht verankerte, sogenannte Territorialitätsprinzip erlaubt es den Rechteinhabern, Lizenzen örtlich und zeitlich zu beschränken. Wer Musikurheberrechte europaweit nutzen möchte, sieht sich heute in der Regel mit der Herausforderung konfrontiert, in allen Ländern Verträge mit den jeweils zuständigen Verwertungsgesellschaften zu schließen. Der damit verbundene Aufwand steht einer effizienten Vermarktung von Werken oft im Wege. Die EU-Kommission hatte sich deshalb im Oktober 2005 dafür ausgesprochen, eine grenzüberschreitende Möglichkeit zur Lizenzierung zu schaffen. Die Kommission forderte die Verwertungsgesellschaften auf, bei One-Stop-Shops zur Lizenzvergabe zu kooperieren.

Bereits Anfang 2006 hatte die GEMA zusammen mit der britischen Verwertungsgesellschaft MCPS-PRS Alliance ein Tochterunternehmen namens CELAS gegründet, um Lizenzen für das anglo-amerikanische Repertoire des EMI Musikverlages europaweit zu vermarkten. Anfang 2008 hatte CELAS einen Vertrag mit dem Karaoke-Portal TalentRun geschlossen, der TalentRun-Nutzern den kostenlosen Zugriff auf die lizenzierten Titel ermöglicht. [von Robert A. Gehring]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesservice Telekommunikation
Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?

Die IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann hat eine dubiose Bundesbehörde ohne Budget entdeckt. Reicht das für einen Wikipedia-Artikel?

Bundesservice Telekommunikation: Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?
Artikel
  1. Elektroauto: VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar
    Elektroauto
    VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar

    Der e-Up gehörte 2021 zu den meistgekauften Elektroautos. Nun will VW den Kleinwagen wieder verfügbar machen.

  2. Bitcoin, Ethereum: Was steuerlich bei Kryptowährungen gilt
    Bitcoin, Ethereum
    Was steuerlich bei Kryptowährungen gilt

    Kryptowährungen wie Bitcoin sind unter Anlegern beliebt - doch wie muss man die Gewinne eigentlich versteuern?

  3. Neues Geschäftsmodell: Luca-App plant flexible Abos und will Preise senken
    Neues Geschäftsmodell
    Luca-App plant flexible Abos und will Preise senken

    Angesichts drohender Kündigungen will die Luca-App den Bundesländern entgegenkommen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional zu Bestpreisen • WSV bei MediaMarkt • Asus Vivobook Flip 14" 8GB 512GB SSD 567€ • Philips OLED 65" Ambilight 1.699€ • RX 6900 16GB 1.489€ • Samsung QLED-TVs günstiger • Asus Gaming-Notebook 17“ R9 RTX3060 1.599€ • Seagate 20TB SATA HDD [Werbung]
    •  /