Neue Kreditkarte generiert TAN
Von vorne sieht die neue Kreditkarte aus wie eine beliebige Karte mit einem Chip. Den Unterschied macht die Rückseite: Dort findet sich ein einzeiliges Display sowie zehn Zifferntasten. Mit Hilfe dieser Karte soll deren Besitzer sicher Transaktionen durchführen können, bei denen die Karte selbst nicht zum Einsatz kommt (CNP-Transaktionen, card not present), beispielsweise bei Einkäufen im Internet oder per Telefon.
Eine solche CNP-Transaktion authentifiziert der Nutzer mit einer Transaktionsnummer (TAN), die der Chip auf der Karte generiert. Dazu gibt der Nutzer seine persönliche Identifikationsnummer (PIN) ein. Der Chip errechnet daraus eine TAN, die auf dem Display angezeigt wird. Mit dieser achtstelligen Ziffernfolge wird dann eine Zahlung bestätigt.
Außerdem soll die Karte vor dem sogenannten Social Engineering schützen: Ruft ein Mitarbeiter der ausstellenden Bank an, kann der Karteninhaber mit Hilfe der Karte überprüfen, ob es sich wirklich um einem Bankmitarbeiter handelt. Wie das geht, demonstriert Emue in einem Video: Der Karteninhaber fragt den Anrufer nach einer Verifikationsnummer, die er in die Karte eingibt. Ist dieser Code legitim, bestätigt ihn die Karte. Im Gegenzug authentifiziert sich der Inhaber, indem er eine TAN generiert, die er gegenüber dem Bankangestellten angibt. So können beiden Seiten sicher sein, dass sie berechtigt sind, über die Karte zu sprechen.
Die Energie für Chip und Display stammt von eine Batterie, die in die Karte integriert ist. Trotz Batterie, Display und Tastatur scheint die Karte genauso dick und flexibel zu sein wie eine herkömmliche. Das zumindest legt das Video von Emue nahe.
Visa hat angekündigt, die Karte in einem Feldversuch zu testen. Darüber, wann und zu welchem Preis die Kreditkarte verfügbar sein soll, machte das Unternehmen keine Angaben.