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Phoenix-Prozessor benötigt im Sleepmode 30 Billionstel Watt

Basis für Langzeitsensoren. Ein Microchip, den die Universität Michigan entwickelt hat, benötigt im Sleep-Modus ein 30.000stel des Stroms vergleichbarer Chips, die derzeit auf dem Markt sind. Im Betrieb soll der Stromverbrauch im Vergleich mit aktuellen Chips etwa bei einem Zehntel liegen.
/ Andreas Donath
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Der Phoenix-Prozessor ist vor allem für Geräte gedacht, die lange autonom arbeiten sollen. Dazu zählen medizinische Implantate, Umweltsensoren und Überwachungstechnik. Im Sleep-Modus benötigt Phoenix nur 30 Pico-Watt und arbeitet mit 0,5 Volt. Ein Picowatt ist ein Billionstel Watt. Die Forscher gaben an, dass die Energie einer durchschnittlichen Uhrenknopfzelle den Phoenix über 260 Jahre betreiben könnte – zumindest im Schlafmodus.

Scott Hanson, ein Doktorand am "Department of Electrical Engineering and Computer Science" der Universität Michigan, wird das Chipdesign am 20. Juni 2008 auf dem Symposium des "Institute of Electrical and Electronics Engineers" vorstellen. Hanson führte das Phoenix-Entwicklungsteam zusammen mit Mingoo Seok, ebenfalls Doktorand am gleichen Institut.

Der Phoenix ist nur einen Quadratmillimeter groß – und damit vor allem gleich groß wie seine Dünnfilmbatterie. Das macht ihn für Implantate interessant, die lange im Patientenkörper bleiben sollen. Eine Gruppe von Forschern der Uni Michigan will beispielsweise einen Sensor entwickeln, der zur Messung des Augeninnendrucks genutzt werden soll. Eine andere Anwendung wären Umweltsensoren, die untereinander ein Netzwerk bilden und einfach ausgestreut oder in Bauwerken dem Beton beigemischt werden.

Der Sleepmodus ist der Hauptbetriebsmodus des Phoenix. Ein einfacher Timer weckt den Prozessor alle 10 Minuten für eine Zehntelsekunde auf und lässt ihn 2.000 Instruktionen abarbeiten. Damit lassen sich Sensoren nach neuen Daten abfragen, diese verarbeiten und komprimieren.


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