Monopolklage gegen EA wegen Football-Spiel

Electronic Arts soll mit Exklusiv-Deal Preise hochgetrieben haben

Kalifornische Computerspieler verklagen EA mit der Begründung, der Konzern habe durch den exklusiven Zugriff auf Daten der National Football League ein Monopol auf Football-Spiele errichtet. So habe das Unternehmen der Kundschaft übermäßig viel Geld aus der Tasche gezogen. Eine berechtigte Klage oder eine Kampagne der EA-Konkurrenz?

Artikel veröffentlicht am ,

Madden NFL 2008
Madden NFL 2008
Zwei US-amerikanische Spielefans wollen erreichen, dass EA den Schaden ersetzt, der durch das angeblich monopolistische Verhalten der Firma entstanden ist. Insbesondere richtet sich die Klage gegen Vorgänge rund um die Football-Spielereihe Madden NFL. Dort habe EA vor einigen Jahren erst versucht, den Konkurrenten Take 2 und dessen Produkt NFL 2K5 auszustechen, indem EA den Preis für sein eigenes Spiel von rund 50 auf 30 US-Dollar gesenkt habe, so die Kläger. Anschließend habe Electronic Arts im Jahr 2004 eine exklusive Vereinbarung mit der National Football League und weiteren Rechteinhabern geschlossen, die EA die Nutzung an Spieler- sowie Stadionnamen und ähnlichen Daten exklusiv sichere.

Stellenmarkt
  1. Softwarearchitekt (m/w/d)
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), verschiedene Standorte
  2. SAP Logistik Berater (m/w/x) mit Know-How in SD/WM/PP/QM
    über duerenhoff GmbH, Bonn
Detailsuche

Dann habe EA den Preis für sein NFL wieder auf 50 Dollar erhöht und so die Konsumenten mit seinem Quasi-Monopol geschädigt. "Wir glauben, dass kein Markt für interaktiven Football existiert, der nicht auf echten Spielern und Teams basiert", sagte Kläger-Anwalt Stuart M. Paynter der US-Site Ars Technica.

Große Chancen dürfte die Klage nicht haben, denn der Sinn derartiger Sportrechtevereinbarungen besteht ja gerade darin, dem Lizenznehmer einen exklusiven - und damit immer monopolartigen - Zugriff auf spezielle Materialien zu verschaffen und dies über höhere Preise zu monetarisieren. Das gilt für Computerprogramme ebenso wie für Pay-TV-Sendungen oder Nationalspielertrikots.

Einige Marktbeobachter vermuten daher hinter der Klage eine Kampagne der Konkurrenz, die für Störfeuer beim aktuellen Versuch von EA sorgen soll, Take 2 feindlich zu übernehmen. Derzeit kostet die aktuelle Ausgabe von NFL Madden beim US-amerikanischen Versandhaus Amazon.com in der teuersten Version (für die Next-Gen-Konsolen) 23,99 US-Dollar; allerdings ist diese Fassung vor über zehn Monaten erschienen und entsprechend im Preis gesenkt worden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Darkman149 17. Jun 2008

EA sind ja die Einzigen, die Football Spiele herstellen. Also haben sie in diesem...

TimTim 16. Jun 2008

Naja, ich kenn sinnloseres... z.B. Rauchen, kostet wesentlich mehr und ist dabei...

Angst 16. Jun 2008

Selten so gelacht in letzter Zeit. Entweder das ist eine Persiflage, dann ist die echt...

Fussballfan 16. Jun 2008

Hi, also da gibt es noch 2 die sich für die ganze Sportspiele Industrie einsetzen. EA...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk und Manchester United
Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche

Wenn Musk twittert, zittern die Anleger und nun auch Fußball-Fans. Wie sich der Milliardär endgültig ins Abseits bewegt und wie die Öffentlichkeit damit umgehen sollte.
Ein IMHO von Lennart Mühlenmeier

Elon Musk und Manchester United: Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche
Artikel
  1. Wheelhome Vikenze III-e: Winziges elektrisches Wohnmobil mit Solardach
    Wheelhome Vikenze III-e
    Winziges elektrisches Wohnmobil mit Solardach

    Wheelhome hat mit dem Vikenze III-e ein elektrisches Wohnmobil für ein bis zwei Personen vorgestellt, das sich selbst dank Solarzellen mit Strom versorgt.

  2. Urteil: Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen
    Urteil
    Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen

    Das Assistenzsystem-Paket von Tesla darf weiterhin als Autopilot bezeichnet werden. Der Versuch, dies Tesla zu verbieten, blieb vor Gericht erfolglos.

  3. Post-Quanten-Kryptografie: Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer
    Post-Quanten-Kryptografie
    Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer

    Die US-Behörde NIST standardisiert neue Public-Key-Algorithmen - um vor zukünftigen Quantencomputern sicher zu sein.
    Eine Analyse von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar bei Amazon & Co. • MSI Geburtstags-Rabatte • Neuer Saturn-Flyer • Game of Thrones reduziert • MindStar (MSI RTX 3070 599€) • Günstig wie nie: MSI 32" WHD 175 Hz 549€, Zotac RTX 3080 12GB 829€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /