Augenzeugenbericht aus napoleonischen Kriegen digitalisiert
Bei dem Tagebuch handelt es sich um die Aufzeichnungen eines sächsischen Husaren, der Anfang des 19. Jahrhunderts an Napoleons Feldzug gegen Russland teilnahm. Die "Bemerkungen über den Feldzug gegen Rußland in den Jahren 1812 und 1813 mit Hinsicht auf Cultur, Sitten, Landesart und Gebräuche" waren bislang unveröffentlicht.
Die Digitalisierung wurde an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen vorgenommen. Das dortige Digitalisierungszentrum genießt einen guten Ruf. Die Göttinger haben seit der Gründung im Jahr 1997 knapp 9.000 Bücher digitalisiert, darunter auch eine Gutenberg-Bibel.
Die Initiative, das Tagebuch zu digitalisieren, ging vom Verein Wikimedia Deutschland aus. Es soll nun abgetippt und kommentiert werden. Erst dann wird es in der Quellensammlung Wikisource zugänglich gemacht. Wikisource ist eines der Schwesterprojekte der Onlineenzyklopädie Wikipedia. Auf der Website werden Texte veröffentlicht, deren Urheberrecht erloschen ist oder sie unter einer freien Lizenz stehen.
"Wir freuen uns, dass wir mit dieser einzigartigen Quelle einen weiteren Schatz heben und für die Fachwelt und die interessierte Öffentlichkeit zur Verfügung stellen können" , sagte Frank Schulenburg, zweiter Vorsitzender des Vereins.