Betreiber eines Botnetzes muss ins Gefängnis
Die Ermittlungen in dem Fall begannen im Dezember 2006 in London, berichtet die BBC(öffnet im neuen Fenster) . Damals wandte sich der US-Mischkonzern Newell Rubbermaid an die Computer Crime Unit (CCU) der Londoner Polizei, als er verdächtige Aktivitäten auf den Rechnern in Europa feststellte. Mit Hilfe des US-Geheimdienstes, des FBI und des Computersicherheitsunternehmens Sophos kamen die Londoner Polizisten Robert Matthew Bentley im US-Bundesstaat Florida auf die Spur.
Zu dem Zeitpunkt hatten Bentley und seine bisher nicht identifizierten Komplizen bereits so viele Computer in der europäischen Niederlassung des Unternehmens unter ihre Kontrolle gebracht, dass der Datenverkehr das Unternehmensnetz fast zum Erliegen brachte. Die gekaperten Computer lieferten Pop-up-Werbung aus. Die Täter wurden dabei für jeden Rechner, auf dem sie die Schadsoftware installieren konnten, bezahlt. Die Zahlungen, die mehrere tausend US-Dollar betragen haben sollen, kamen nach Angaben von Sophos(öffnet im neuen Fenster) von einem niederländischen Unternehmen namens Dollar Revenue. Newell Rubbermaid bezifferte seinen Schaden auf 150.000 US-Dollar.
Ein Gericht in Pensacola in Florida hat den 21-jährigen Bentley, der unter dem Decknamen LSDigital agierte, zu einer Haftstrafe von 41 Monaten und einer Schadensersatzzahlung von 65.000 US-Dollar verurteilt. Nach seiner Entlassung aus der Haft wird Bentley noch drei Jahre unter Beobachtung stehen.



