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Bessere Linux-Treiber: Befehlssatz der R600-GPUs liegt vor

AMD veröffentlicht umfangreiche Dokumentation seiner Grafikprozessoren. Um die Entwicklung besserer Linux-Treiber und von Allzweckanwendungen auf seinen Grafikprozessoren zu erleichtern, hat AMD gegenüber X.org den Befehlssatz der R600-GPUs offengelegt. Dies geht über die bisherige Dokumentation älterer Prozessoren hinaus.
/ Nico Ernst
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Mit dem Befehlssatz lässt sich ein Grafikprozessor ebenso direkt programmieren wie eine CPU mit Assembler-Instruktionen. Zudem sind auch die Datenformate, welche die Recheneinheiten verarbeiten können, nun umfassend dokumentiert, so dass sich auch GPGPU-Anwendungen mit hoher Leistung erstellen lassen. Schon früher hatte AMD Microcodes veröffentlicht , die bisherigen proprietären Treiber kann das Unternehmen aber aus rechtlichen Gründen nicht im Quelltext anbieten.

Der Befehlssatz der R600-GPUs ist als PDF(öffnet im neuen Fenster) auf den Servern von X.org(öffnet im neuen Fenster) zu finden, die derzeit recht überlastet sind. Auf der R600-Architektur basieren alle aktuellen Grafikprozessoren von AMD, erstmals wurde sie mit der Radeon HD 2900 XT verwendet, auch die derzeit schnellste AMD-Karte Radeon HD 3870 X2 mit zwei GPUs arbeitet damit.

Die Veröffentlichung des R600-Befehlssatzes kommt unmittelbar vor der Markteinführung der RV770-Architektur, die als Radeon-HD-4800-Serie erscheinen wird. Spannend bleibt, wie schnell AMD nach dem Marktstart dieser Produkte den Befehlssatz dafür veröffentlichen wird.


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