Firefox Mobile mit neuartigem Bedienkonzept
Die Konzeptstudie von Aza Raskin, einem Mozilla-Mitarbeiter, der auf Bedienkonzepte spezialisiert ist, will den knappen Platz auf einem Handydisplay optimal nutzen und verwendet daher das gesamte Display für die Seitendarstellung. Bedienelemente sind also nicht zu sehen. Diese erreicht der Nutzer erst, wenn er die geöffnete Webseite zur Seite schiebt. Dann kann er etwa die Seite skalieren, im Verlauf vor- oder zurückspringen sowie Lesezeichen aufrufen.
Als weitere Besonderheit gibt es bei der Firefox-Mobile-Studie eine Art Startbildschirm, auf dem alle geöffneten Webseiten sowie die Lesezeichen angeordnet sind. Damit lassen sich auch auf einem Mobiltelefon mehrere Webseiten mit dem Browser anzeigen und der Nutzer kann zwischen den verschiedenen Seiten wechseln. Diese Startseite erscheint auch beim ersten Aufruf des Browsers, dann ist nur die Lesezeichenübersicht sowie ein großes Pluszeichen zu sehen. Ein Klick auf das Pluszeichen öffnet dann einen Browsertab.
Aus dem kommenden Firefox 3 wurde die verbesserte Suchfunktion in den Handybrowser integriert. Bei der Suche werden die Webseiteninhalte berücksichtigt und der Nutzer erhält bei der Eingabe einer Suchanfrage über die Adresszeile eine Auflistung aller besuchten Webseiten, die den betreffenden Suchbegriff enthalten. Ein Screencast(öffnet im neuen Fenster) von Aza Raskin zeigt das Bedienkonzept anschaulich.
Diese Art der Bedienung richtet sich nur an Geräte mit Touchscreenbedienung, eine Multitouchtechnik wie in Apples iPhone ist jedoch nicht erforderlich. Firefox Mobile wird in einer anders aufgebauten Variante auch mit Mobiltelefonen funktionieren, die keinen Touchscreen besitzen. Dann wird die Bedienung voraussichtlich anders umgesetzt. Noch befindet sich die mobile Ausführung von Firefox in der Entwicklung und es steht keineswegs fest, ob das vorgestellte Bedienkonzept so in den Handybrowser integriert wird.