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Meta: Der Browser im Spiel

WebKit-Portierung kann in OpenGL- und andere 3D-Anwendungen eingebettet werden. Meta soll Webinhalte in Spiele und 3D-Anwendungen bringen. Dabei handelt es sich um einer Portierung von Apples auf KHTML basierender Browser-Engine Webkit, die sich in OpenGL- und andere 3D-Applikationen einbetten lässt. So können im Spiel Inhalte aus dem Web angezeigt werden.
/ Jens Ihlenfeld
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Entwickelt wird Meta von der Firma Nuanti(öffnet im neuen Fenster) , die künftig auch Support für ihren Spielebrowser anbieten wollen. Dahinter stehen die Macher von Second Life, Linden Lab, die erwägen, WebKit in ihre virtuelle Welt zu integrieren, so dass aus Second Life ein Zugriff auf das normale Web möglich wird. Dazu hat Linden Lab das Projekt uBrowser ins Leben gerufen, mit dem sich Mozillas Rendering-Engine Gecko in OpenGL einbinden lässt. Der uBrowser dient auch Nuanti als Testumgebung.

Nuanti kombiniert WebKit dabei mit der JavaScript-Engine SquirrelFish, die ebenfalls vom WebKit-Projekt stammt und von Nuanti auch als eigenständiges JavaScript-SDK ohne den Browser angeboten wird.

Insgesamt will Nuanti so eine extrem skalierbare Lösung anbieten können, die auch für virtuelle Welten geeignet ist, in denen hunderte von Browserinstanzen mit jeweils aktuellen und aktiven Inhalten angezeigt werden. Dazu hat Nuanti nach eigenen Angaben den Ressourcenbedarf der WebKit-Engine auf ein Minimum reduziert und diese auf hohe Leistung getrimmt.

Verfügbar ist Meta für Windows, Linux und MacOS X, wobei auf allen Plattformen eine einheitliche API zur Verfügung steht. Ein User-Interface-Toolkit kommt dabei nicht zum Einsatz, auch ein Zugriff auf das Fenster- oder Dateisystem des Betriebssystems benötigt Meta nicht. So kommt Meta auch einem bereits installierten Browser nicht in die Quere.

Nuanti bietet Meta als Open Source an, der Quelltext soll in Kürze unter meta.nuanti.com(öffnet im neuen Fenster) in einem öffentlichen Repository und in Form eines SDKs heruntergeladen werden können. Zudem soll Meta zu einer offiziellen Komponente des WebKit-Projekts werden, an dem sich Nuantis Entwickler bereits seit längerem aktiv beteiligen.


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