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Asus muss für Eee-PCs Billigakkus aus China importieren

Entspannung erst ab Mai 2009 – auch Atom-CPUs sind weiter knapp. Der taiwanische Elektronikhersteller Asustek Computer will seine Verkaufsziele für das Mini-Notebook Eee-PC trotz Knappheit von Intels Prozessor Atom und von Akkus nicht herunterschrauben.
/ Achim Sawall
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Mehr als fünf Millionen Eee-PCs werden sich im Jahr 2008 verkaufen, betonte Asustek President Jerry Shen bei einer Investorenkonferenz gegenüber dem Branchendienst Digitimes(öffnet im neuen Fenster) . Auch wenn der Konkurrenzdruck durch eine wachsende Zahl von billigen Kleinnotebooks wächst, hält die Firma an ihren Zielen fest.

Im Jahr 2008 plant Asustek den Absatz von 6,6 Millionen Notebooks (ohne Eee-PCs), nach 4,3 Millionen ausgelieferten Geräten im Jahr 2007. Eine Prognose der Marktforscher von IDC, nach der im laufenden Jahr 3 Millionen kleine Billignotebooks verkauft würden, nannte Shen "zu vorsichtig" . Das Marktvolumen werde bei 10 Millionen liegen, betonte er. Davon will Asustek die Hälfte.

Die Verknappung von Akkus werde sich schon im Juli 2008 abschwächen, doch der Atom-Prozessor wird vor September 2008 nicht wieder in ausreichender Stückzahl verfügbar sein, sagt Shen. Asustek setze bei dem Eee-PCs sowohl auf Atom- als auch auf Celeron M-CPUs, um das Risiko von Lieferengpässen zu senken.

Doch der Mangel an Atom-Prozessoren ist nicht das einzige Problem bei Asustek. Um der Verknappung von Akkus zu entgehen, muss der Hersteller die Energiezellen ab Juli 2008 aus China importieren. Die Produkte würden einer strengen Qualitätsprüfung unterzogen, verspricht der Asus-Chef. Bekannte chinesische Hersteller sind China Bak Battery und Amperex Technology. Da im Juni und Juli 2008 viele neue Netbooks auf den Markt kämen, würden sich die Probleme noch verstärken, so der Manager. Bereits seit Jahresanfang habe Asus deshalb Akkus aus China getestet.

Sung Fu-hsiang, Aufsichtsratschef des taiwanischen Akkuherstellers Simplo Technology, erwartet dagegen, dass die Lieferprobleme für Notebook-Akkus bis Mai 2009 anhalten.


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