Pierer übernimmt Verantwortung für Siemens-Skandal

Rücktritt als Aufsichtsratschef nicht zu spät erfolgt

Der ehemalige Siemens-Konzernchef Heinrich von Pierer hat erstmals "Verantwortung" in der Korruptionsaffäre übernommen. "Wahrscheinlich hätte ich deutlicher sagen sollen, dass ich die politische Verantwortung trage für die Dinge, die während meiner Amtszeit geschehen sind", sagte der Manager.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Wochenzeitung "Die Zeit" erklärte der 67-Jährige, er sei bislang davon ausgegangen, dass er mit seinem Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender bereits seiner persönlichen Rolle Rechnung getragen habe. "Ich dachte, das bringe ich mit meinem Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender deutlich genug zum Ausdruck." Über Schmiergeldzahlungen in Milliardenhöhe soll sich der Industriekonzern über Jahre hinweg weltweit Aufträge erkauft haben.

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Von Pierer war von 1992 bis 2005 Siemens-Konzernchef und übernahm danach die Führung im Aufsichtsrat. Im Zuge ständig neuer Enthüllungen in der Korruptionsaffäre musste er im Jahr 2007 den Platz im dem Kontrollgremium räumen. Dieser Schritt sei nicht zu spät erfolgt, rechtfertigt sich der ehemalige Kanzler-Berater. "Ich dachte, ich könnte im Aufsichtsrat mehr für Siemens tun als außerhalb."

Pierer hat ebenso wie Nachfolger Klaus Kleinfeld stets beteuert, vom System der Schwarzgeldkonten und Schmiergeldzahlungen nichts gewusst zu haben. Staatsanwälte haben gegen von Pierer wegen möglicher "Verletzung der Aufsichtspflicht" ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

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tom777 12. Jun 2008

Es muss nur als nichtabzugfähge Betriebsausgabe gebucht und ausgewiesen werden (kann also...

AtWork 12. Jun 2008

Nja das ist eine ernste Lücke glaube ich. Ich erinnere mich auch mal darüber bei der...

No Patents 11. Jun 2008

Ich uebernehme auch die volle politische Verantwortung fuer alles was bei Siemens...

aha 11. Jun 2008

er bekennt sich schuldig, daß alle sozialschmarotzer jetzt nicht mehr ihr neues iphone...



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