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Gartner: Microsoft hat GPU bei Xbox 360 verpfuscht

Hohe Ausfallquote soll an schlechtem Chipdesign liegen. US-Berichten zufolge soll Microsoft an Hardwareproblemen mit der Xbox 360, die vor einem Jahr eingeräumt wurden, selbst schuld sein. Ein Gartner-Analyst erklärte bei einer Fachtagung, Microsoft habe einen wichtigen Schritt im Design des Grafikprozessors überspringen wollen und erst zu spät nachgebessert.
/ Nico Ernst
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Wie das Ingenieur-Fachblatt EE Times in seiner Onlineausgabe berichtet(öffnet im neuen Fenster) , erklärte Gartner-Vize Bryan Lewis bei einem Vortrag der derzeit im kalifornischen Anaheim stattfindenden Design Automation Conference(öffnet im neuen Fenster) , Microsoft habe sich die Probleme mit der Konsole selbst zuzuschreiben. Laut Lewis hat Microsoft den Grafikprozessor der Xbox 360 selbst entwickelt und ist dann mit den Designs direkt zum taiwanischen Chiphersteller TSMC gegangen, der als Auftragsfertiger (Foundry) Halbleiter nur in Serie produziert, aber die Schaltungen nicht selbst entwirft.

Damit, so Lewis weiter, habe Microsoft den traditionellen Weg über einen ASIC-Designer – in diesem Falle ATI – abkürzen wollen. So wollte der Konzern dem Analysten zufolge einige zig Millionen Dollar einsparen. Erst später sei ATI, die sich stets selbst auch als Designer der GPU bezeichnen, wieder mit ins Boot geholt worden. Wäre das von Anfang an der Fall gewesen, hätte laut Meinung von Bryan Lewis ATI einen sparsameren Chip entwickeln können.

Schon seit der Markteinführung fiel die Xbox 360 durch eine hohe Ausfallquote auf, für die allem Anschein nach der in 90 Nanometern Strukturbreite gefertigte Grafikprozessor zuständig ist. Reparierte Konsolen wurden von Microsoft mit einem zusätzlichen Kühlkörper(öffnet im neuen Fenster) für die GPU versehen, seit dem Herbst 2007 werden neue Xbox 360 gleich damit ausgestattet. Microsoft gab die Probleme im Juli 2007 nach zahlreichen Beschwerden von Kunden zu und verlängerte die Garantie der Konsole bei einem Hardwareausfall, dem berüchtigten "Red Ring of Death", auf drei Jahre.

Eine endgültige Lösung für die hohe Leistungsaufnahme und damit einhergehende Abwärme ist unbestätigten Angaben zufolge erst für August 2008 zu erwarten, wenn alle Prozessoren der Xbox 360 auf 65 Nanometer Strukturbreite umgestellt werden sollen.


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