Abo
  • Services:

iRobot baut Unterwasser-Roboter

Roboterhersteller lizenziert Unterwasserroboter von US-Universität

Das US-Unternehmen iRobot wird den Unterwasserroboter Seaglider kommerziell herstellen. Dazu hat der Roboterhersteller eine Lizenzvereinbarung mit den Entwicklern von der Universität in Seattle getroffen. Für den ursprünglich für Forschungszwecke entwickelten Seaglider hat iRobot militärische Anwendungen im Sinn.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Seaglider ist ein autonom agierendes Unterwassserfahrzeug (Autonomous Underwater Vehicle, AUV), das von Wissenschaftlern vom Applied Physics Laboratory und der School of Oceanography an der Universität von Washington in Seattle entwickelt wurde. Der Roboterhersteller iRobot hat mit der Universität eine Lizenzvereinbarung getroffen, nach der iRobot den Seaglider exklusiv kommerziell verwerten darf.

Seaglider (Quelle: University of Washington)
Seaglider (Quelle: University of Washington)
Stellenmarkt
  1. Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  2. Robert Bosch GmbH, Renningen

Der knapp 2 Meter lange und 52 Kilogramm schwere Roboter ähnelt einem Torpedo und kann in Tiefen bis zu 1.000 Meter hinabtauchen. Dank eines energiesparenden Antriebs kann der Seaglider auch mehrmonatige Missionen durchführen. Er wurde dafür entwickelt, CTD-Daten (für: Conductivity, Temperature, Depth, deutsch: Leitfähigkeit, Temperatur, Tiefe) zu sammeln. Aus diesen Daten lassen sich Dichte, Salzgehalt und Wassertiefe errechnen. CTD-Daten werden normalerweise mit einer Sonde gesammelt, die von einem Schiff aus ins Wasser gelassen wird. Der Einsatz des AUV senkt nach Angaben der Wissenschaftler die Kosten für solche Missionen erheblich.

Das Besondere an dem Seaglider ist, dass er nach dem Ende einer Tauchfahrt Kontakt mit der Basisstation aufnehmen kann. Dazu senkt das AUV nach dem Auftauchen seine Nase ab und streckt die am Heck angebrachte, etwa einen Meter lange Antenne aus dem Wasser. Über das Iridium-Satellitennetz übermittelt er die gesammelten Daten und empfängt neue Aufgaben. Per GPS kann der Seaglider zudem seine Position ermitteln.

Seaglider
Seaglider
Bei der Übereinkunft hat iRobot jedoch weniger wissenschaftliche, als vielmehr militärische Anwendungen im Sinn. "Wir haben bereits mehrfach erfolgreich neue Technologien von Forschungsinitiativen in Produkte zur Untersützung von Militäreinsätzen überführt"", sagte Helen Greiner, Aufsichtsratsvorsitzende und Mitbegründerin des Unternehmens. Als Beispiel nannte sie den Packbot, den iRobot vor zehn Jahren für den Militäreinsatz umrüstete und der heute in Afghanistan und im Irak im Einsatz ist. Mit der Lizenzierung des Seagliders werde es "unseren Robotern gelingen, neue Unterwasserregionen zu erobern."

Bekannt geworden ist iRobot zwar durch den robotischen Staubsauger Roomba. Doch ein wichtiges Betätigungsfeld des Unternehmens sind Roboter für das Militär, wie die LANdroids, die selbstständig Funknetze aufbauen, oder der Warrior-X700-Roboter, der auch zum Kampfroboter umgerüstet werden kann.

Seaglider
Seaglider
Der Seaglider ist nicht der erste Unterwasserroboter von iRobot: Das Unternehmen hat bereits mit der Verro-Serie Unterwasserfahrzeuge im Programm. Die Anforderungen daran sind jedoch deutlich geringer als an den in der Tiefsee operierenden Seaglider: Die Aufgabe der Verros ist es, Swimmingpools sauber zu halten.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 299€ + 4,99€ Versand oder Abholung im Markt
  2. 0,00€
  3. ab 1.119€ (Ersparnis: 310€)
  4. für 109,99€ statt 189,99€ (Neupreis) und 32 GB für 139,99€ statt 219,99€ (Neupreis)

nf1n1ty 12. Jun 2008

Wusste gar nicht, dass Taucher auch so tief kommen, wie diese Roboter...

Knut 11. Jun 2008

Und wie wird das Teil mit Strom versorgt? Blei Akkus? Brennstoffzelle? Atomreaktor?

iRobot saugt 11. Jun 2008

Er saugt sich so voran.... :-)

Waldmensch... 11. Jun 2008

Quatsch TerrorBot spielt doch die Rolle von roter Roboter. Vielleicht eine Horde AIBOs...


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (9370) - Fazit

Dells neues XPS 13 ist noch dünner als der Vorgänger. Der Nachteil: Es muss auf USB-A und einen SD-Kartenleser verzichtet werden. Auch das spiegelnde Display nervt uns im Test. Gut ist das Notebook trotzdem.

Dell XPS 13 (9370) - Fazit Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

    •  /