Zwei neue GPL-Klagen durch Busybox-Entwickler

Bell Microproducts und Super Micro Computer beschuldigt

Das Software Freedom Law Center (SFLC) hat im Namen der Busybox-Entwickler zwei weitere Klagen gegen Firmen eingereicht. Diese vertreiben Busybox, ohne den entsprechenden Quelltext anzubieten. Dies aber schreibt die GNU General Public License (GPL) vor.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Im Namen der Busybox-Entwickler Erik Andersen und Rob Landley hat das SFLC Klage gegen Bell Microproducts und Super Micro Computer eingereicht. Beide verwenden Busybox, eine Sammlung von Unix-Werkzeugen speziell für eingebettete Geräte, in ihren Produkten. Busybox unterliegt den Bestimmungen der GPL. Anders als diese es vorschreibt, bieten die Beschuldigten den passenden Quelltext aber nicht an.

Seit November 2007 hat das SFLC mehrere Klagen für die Busybox-Programmierer eingereicht. Zu einer Verhandlung kam es nie. Die Parteien einigten sich stets außergerichtlich. Dabei veröffentlichten die Beklagten die betreffenden Quelltexte, benannten einen "Open Source Compliance Officer", der künftige Lizenzverstöße verhindern soll, und zahlten eine nicht genannte Summe an die Kläger.

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