Erfolge gegen braune Hetze im Web 2.0

Jugendschutz.net erreicht in vier von fünf Fällen eine Sperrung

Jugendschutz.net, die gemeinsame Aufsichtsinstanz der Länder zur Überprüfung jugendgefährdender Angebote im Internet, schlägt Alarm. Die Gesamtzahl der neonazistischen Websites erreicht im Jahr 2007 mit 1.635 einen Höchststand seit Beginn der Recherchen im Jahr 2000. Die Arbeitsgruppe der Bundesländer dokumentierte 2007 mehr als 750 rechtsextreme Videos und Profile im Web 2.0.

Artikel veröffentlicht am ,

Gestiegen ist auch die Zahl der Hetzangebote der neonazistischen NPD und brauner Kameradschaften, im Jahr 2007 um über 30 Prozent. Meist können die Verbreiter der menschenverachtenden Propaganda nicht offen auftreten, weil die Masse der Jugend sie ablehnt. "Typische Lockangebote sind Musik zum Herunterladen, Hausaufgabenhilfe oder Freizeitfahrten zum Baggersee", sagt Stefan Glaser, Leiter des Bereichs Rechtsextremismus bei Jugendschutz.net. Dabei ginge es aber immer darum, rechtsextreme Botschaften zu vermitteln und Jugendliche dafür zu ködern, so Glaser.

Stellenmarkt
  1. SAP Entwickler (m/w/d) als Solutionmanager PM/AIN / PDMS
    BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. Project Consultant - Innovation Scouting & Implementation (m/w/x)
    ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
Detailsuche

Jugendschutz.net setzt sich dafür ein, dass die Angebote der rechtsextremen Szene aus dem Netz verschwinden - in vier von fünf Fällen mit Erfolg, sagt Glaser. Dabei wendet sich das Team vor allem an die Internetindustrie: So sperrt YouTube auf Drängen der Jugendschützer rechtsextreme Profile oder Videos. "Auch SchülerVZ nimmt beanstandetes Material in der Regel sehr zeitnah aus dem Netz", sagte Glaser. "Hier kann und muss die Industrie aber mehr tun." Die Anbieter müssten mit personellen und technischen Mitteln dafür sorgen, dass solcher Propaganda die Plattform entzogen wird.

"Es ist bekannt, dass die Aktivitäten der Rechtsextremisten im Internet zunehmen", sagte Konrad Freiberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Diese Entwicklung werde sich fortsetzen, "da bin ich ziemlich sicher", so Freiberg.

Doch trotz ständig neuer Überwachungsgesetze aus dem Bundesinnenministerium fehle es dem Staat hier an Ausstattung und Personal. Die Polizei sei "technisch und personell" nicht "vernünftig ausgestattet". Zudem müsse der politische Druck auf in Deutschland ansässige Provider zunehmen und die internationale Zusammenarbeit verbessert werden, forderte Freiberg.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Asta2 19. Jun 2008

Im Gegentum, Ende der 50er wurden wir Lehrer aufgefordert im Unterricht die rassistische...

Babs 11. Jun 2008

Mit dir sinds 4 Faschos. Ja, schon schlimm, diese Linksfaschisten.

Der Kaiser 11. Jun 2008

Böses Internet! Bist du still! Mach brav sitz und bleib schön ruhig!

Darq 09. Jun 2008

Wenn man hier so die Kommentare liest könnte man das gut glauben

GodsBoss 09. Jun 2008

Es ist eben niemand durch und durch böse.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesservice Telekommunikation  
Die dubiose Adresse in Berlin-Treptow

Angeblich hat das Innenministerium nichts mit dem Bundesservice Telekommunikation zu tun. Doch beide teilen sich offenbar ein Bürogebäude.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Bundesservice Telekommunikation: Die dubiose Adresse in Berlin-Treptow
Artikel
  1. Reddit: IT-Arbeiter automatisiert seinen Job angeblich vollständig
    Reddit
    IT-Arbeiter automatisiert seinen Job angeblich vollständig

    Ein anonymer IT-Spezialist will unbemerkt seinen Job vollständig automatisiert haben. Dem Arbeitgeber sei dies seit einem Jahr nicht aufgefallen.

  2. E-Mail: Outlook-Suche in MacOS 12.1 ist noch immer kaputt
    E-Mail
    Outlook-Suche in MacOS 12.1 ist noch immer kaputt

    Seit Wochen ärgern sich Outlook-User darüber, dass die E-Mail-Suche unter MacOS 12.1 nicht mehr richtig funktioniert. Ein Fix ist in Arbeit.

  3. Spielebranche: Microsoft will Activision Blizzard übernehmen
    Spielebranche
    Microsoft will Activision Blizzard übernehmen

    Diablo und Call of Duty gehören bald zu Microsoft: Der Softwarekonzern will Activision Blizzard für rund 70 Milliarden US-Dollar kaufen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 wohl am 19.01. bestellbar • RTX 3080 12GB bei Mindfactory 1.699€ • Samsung Gaming-Monitore (u.a. G5 32" WQHD 144Hz Curved 299€) • MindStar (u.a. GTX 1660 6GB 499€) • Sony Fernseher & Kopfhörer • Samsung Galaxy A52 128GB 299€ • CyberGhost VPN 1,89€/Monat [Werbung]
    •  /