Angetestet: Mini-Designer-Handy Neonode N2

Ein Vierwegekreuz findet sich unter dem Display. Es dient zum Scrollen im Menü – bietet jedoch nicht die Funktion "Bestätigen", beispielsweise der PIN-Eingabe. Die wird ausschließlich über das Streifen mit dem Finger von links nach rechts ausgelöst. Will der Anwender eine Ebene zurück, schiebt er den Finger von rechts nach links. Mit einem Fingerdruck auf den Hauptbildschirm zu gelangen, wie es beim iPhone so problemlos durch das Drücken eines Knopfes unter dem Display geht, funktioniert beim Neonode N2 leider nicht.
Das liegt unter anderem auch daran, dass es kein einheitliches Menü gibt. Neonode hat sämtliche Funktionen in zwei Bereiche unterteilt: Streift man am linken Displayrand von unten nach oben, gelangt man zu den Funktionen, tut man dasselbe am rechten Bildschirmrand, gelangt man zu den Einstellungen. Hier ist Denkarbeit vom Nutzer gefordert, ob sich die Funktion "Uhrzeit einstellen" hinter dem linken oder dem rechten Menü verbirgt. Das Menü mit den Funktionen schlüsselt sich in weitere vier Bereiche auf, die jedoch nicht immer ganz logisch sortiert sind: So findet sich die Kamera beispielsweise bei Statusanzeige, Kontakten und Nachrichten. Der Nutzer muss sich also ein wenig Zeit nehmen, um die Menüstruktur kennenzulernen.
Der Nutzer kann dabei auch eigene 3,5-mm-Klinkenstecker-Ohrhörer mit dem N2 verbinden – Neonode hat nämlich einen Adapter für den allgemeinen Standard mitgeliefert. Videos und Musik kann der Nutzer auf der mitgelieferten 1 GByte großen MiniSD-Speicherkarte ablegen. Leider ist die Karte mit dem heute in Mobiltelefonen ungewöhnlichen Format unter dem Akkudeckel verborgen.
Das Smartphone funkt auf den GSM-Frequenzen GSM 850, 900, 1.9800 und 1.900 MHz. UMTS und EDGE werden nicht unterstützt. Auch WLAN ist nicht mit an Bord. Die Sprachqualität geht in Ordnung, allerdings klingt das Neonode N2 ein wenig leise. Eine Freisprechfunktion steht nicht bereit.
Fazit:
Das Neonode N2 liegt gut in der Hand und lässt sich via Touchscreen mit nur einem Finger bedienen. Für stilbewusste Menschen, die gern auffallen wollen, ist es ein prima Accessoire. Weiteres Plus: Es bietet alle Standardfunktionen wie MP3-Player, Kamera oder Organizer, die ein Smartphone heute so mitbringen muss. Nicht ganz überzeugen konnte der Touchscreen: Leider ist die Bedienung nicht so flüssig, wie man sich das wünscht. Es kommt immer mal wieder zur Ausführung falscher Befehle und wer kein gutes Gedächtnis hat, verläuft sich im Menü.
Das Neonode N2 soll zunächst exklusiv in den my-eXtra-Shops in den Farben Schwarz, Rubine (Rot), Azure (Blau) und Lime (Grün) erhältlich sein. My-eXtra vertreibt Mobilfunkverträge von T-Mobile, E-Plus, Vodafone und O2 sowie Mobiltelefone verschiedener Handyhersteller. Das Neonode N2 soll 299 Euro ohne Kartenvertrag kosten, mit Vertrag soll es bereits ab 1,- Euro erhältlich sein.