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Network: Telekom missbrauchte Daten von Mobilfunkkonkurrenz

Offenbar war Überwachung der Bundesnetzagentur geplant. Die Deutsche Telekom soll sich für die Bespitzelung von unliebsamen Journalisten auch die Kundendaten anderer Mobilfunkbetreiber besorgt haben. So soll ein Pressevertreter, der Opfer der illegalen Praktiken wurde, Kunde bei E-Plus gewesen sein. Zu Abrechnungszwecken muss E-Plus täglich millionenfach Daten liefern, da ein Großteil der Telefonate in Deutschland mit den Netzen der Telekom in Verbindung steht.
/ Achim Sawall
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"Bei uns ist keine Anfrage von der Telekom eingegangen" , sagte E-Plus-Sprecher Guido Heitmann der Frankfurter Rundschau(öffnet im neuen Fenster) , "aber zu Abrechnungszwecken müssen wir Daten an die Telekom liefern." Die Telekom plante nach Informationen der Zeitung sogar, die Bundesnetzagentur auszuspähen. "Konkret geplant und beauftragt" sei dies gegen die "wichtigsten Entscheidungsträger" einer "nicht unwichtigen Regulierungsbehörde mit Sitz in Bonn" gewesen, erklärte der Geschäftsführer der Recherchefirma Network Ende April in einem Schreiben an die Telekom, das der Zeitung vorliegt. Alle Überwachungsprojekte seien "direkt vom Vorstand beauftragt" und über das Büro des Aufsichtsrats bezahlt worden, heißt es darin weiter.

Bei der Telekom-Mobilfunksparte sollen indes schon im Jahr 2006 eklatante Sicherheitslücken bekannt geworden sein. Das ergab eine konzerninterne Untersuchung bei T-Mobile, von deren Ergebnissen die Financial Times Deutschland(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Die Prüfer stellten derzeit fest, dass Telekom-Mitarbeiter unerlaubt vertrauliche Informationen aus dem gesamten Telekom-Netzwerk abrufen könnten, was eigentlich nur für staatliche Ermittler zulässig sei. Chef von T-Mobile war damals der heutige Telekom-Vorstandsvorsitzende René Obermann.

Dieser soll allerdings selbst die Sicherheitsüberprüfung unter dem Projektnamen "Linda" angeordnet haben, nachdem zur selben Zeit bekannt wurde, dass in Griechenland Regierungsmitglieder, hochrangige Militärs, Geheimdienstangehörige und Journalisten im Netz von Vodafone angezapft wurden.

Ein Konzernsprecher sagte, dass die 2006 im Rahmen der Untersuchungen festgestellten Mängel inzwischen behoben seien. "Unsere Kundendaten sind grundsätzlich sicher" , sagte er der FTD.


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