USA machen Druck in Sachen Anti-Piraterie-Abkommen

Schutz des geistigen Eigentums soll erneut verschärft werden

Die USA und Japan wollen eine neue Initiative zur Verschärfung des Schutzes für Immaterialgüterrechte. Nun wurde bekannt, was die Verhandlungspartner, zu denen auch die EU gehört, hinter verschlossenen Türen planen. Es geht unter anderem darum, die Zollbehörden mit neuen Befugnissen auszustatten.

Artikel veröffentlicht am ,

Vergangene Woche wurde Wikileaks ein Diskussionspapier über ein mögliches Anti-Piraterie-Abkommen (Anti-Counterfeiting Trade Agreement, ACTA) zugespielt, in dem Umfang und Ziel des geheim verhandelten Abkommens dargestellt werden. Das Papier stammt aus dem Hause des US-Handelsrepräsentanten und begründet den Bedarf an einem weiteren Abkommen zum Schutz des sogenannten geistigen Eigentums mit der zunehmenden Verletzung von Rechten durch "Fälschungen und Piraterie", die eine wachsende Gefahr für die nachhaltige Entwicklung der Weltwirtschaft" darstelle. Durch Fälschungen und Piraterie würden "legal operierende Unternehmen und ihre Mitarbeiter um Einkommen gebracht", "Innovation und Kreativität entmutigt", "die Gesundheit und Sicherheit von Verbrauchern gefährdet, "dem organisierten Verbrechen eine leicht zugängliche Einkommensquelle verschafft" und schließlich "das Steueraufkommen vermindert". In der ersten Verhandlungsrunde sind Gespräche zwischen der EU und den USA, Japan, Schweiz, Kanada, Südkorea, Mexiko und Neuseeland geplant.

Inhalt:
  1. USA machen Druck in Sachen Anti-Piraterie-Abkommen
  2. USA machen Druck in Sachen Anti-Piraterie-Abkommen

Im vergangenen Oktober hatte die EU-Kommission ihre Absicht bekundet, an den Verhandlungen zu ACTA teilzunehmen, die außerhalb der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) und der Welthandelsorganisation (WTO) stattfinden. EU-Handelskommissar Peter Mandelson zufolge soll das geplante Abkommen gegen den Handel mit gefälschten Gütern "einen neuen globalen 'Goldstandard' für die Durchsetzung von Immaterialgüterrechten [...] etablieren". Zu diesem Zwecke hatte die EU-Kommission Ende Oktober vergangenen Jahres die Mitgliedstaaten aufgefordert, ihr ein Verhandlungsmandat zu erteilen was am 14. April 2008 geschah. Die formalen Verhandlungen sollen laut Intellectual Property Watch heute in Genf beginnen. Die USA haben die Hoffnung, dass ein Abschluss der Verhandlungen und die Unterzeichnung des Abkommens noch in diesem Jahr erfolgen. Spekulationen, die Unterzeichnung könnte auf dem G8-Gipfel in Japan erfolgen, wurde von EU- und US-Seite zurückgewiesen, berichtete Intellectual Property Watch weiter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
USA machen Druck in Sachen Anti-Piraterie-Abkommen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


bagatellenblup 30. Jul 2008

bbbb

blork42 08. Jun 2008

und so wortkarge, halbsatirische Polemiker gehören gleich mit an den Pranger, sie...

blork42 08. Jun 2008

In dem Punkt hat er aber Recht - man sollte wohl unterscheiden, zwischen Fälschungen real...

Der Kaiser 04. Jun 2008

Sag mal wie konnten die mit so einer sche*ße durchkommen?

MaxFM 04. Jun 2008

.... und irgendwann sind wir wieder bei der Hexenverfolgung angekommen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Web3
Egal, irgendwas mit Blockchain

Im Buzzword-Bingo gibt es einen neuen Favoriten: Web3. Basierend auf Blockchain und Kryptotokens soll es endlich die Erwartungen an diese Techniken erfüllen.
Eine Analyse von Boris Mayer

Web3: Egal, irgendwas mit Blockchain
Artikel
  1. Parallel Systems: Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge
    Parallel Systems
    Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge

    Das Startup Parallel Systems will konventionelle Züge durch modulare Fahrzeuge mit eigenem Antrieb und Energieversorgung ersetzen.

  2. Rocket 1: 3D-Druck vom Kopf auf die Füße gestellt
    Rocket 1
    3D-Druck vom Kopf auf die Füße gestellt

    Eine der interessantesten Crowdfunding-Kampagnen für 3D-Drucker seit Jahren lässt einige wichtige Fragen offen.
    Von Elias Dinter

  3. Minibook X: Chuwi packt 12 GByte Arbeitsspeicher in 550-Euro-Notebook
    Minibook X
    Chuwi packt 12 GByte Arbeitsspeicher in 550-Euro-Notebook

    Das Chuwi Minibook X ist wohl eines der günstigsten Notebooks mit 12 GByte Arbeitsspeicher auf dem Markt. Es ist zudem kompakt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED (2021) 40% günstiger (u.a. 65" 1.599€) • WD Black 1TB SSD 94,90€ • Lenovo Laptops (u.a. 17,3" RTX3080 1.599€) • Gigabyte Mainboard 299,82€ • RTX 3090 2.399€ • RTX 3060 Ti 799€ • MindStar (u.a. 32GB DDR5-6000 389€) • Alternate (u.a. Samsung LED TV 50" 549€) [Werbung]
    •  /