Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Sun bringt SSDs in den Server

Hersteller baut eigene Strategie um den schnellen Speicher. Sun Microsystems will in der zweiten Jahreshälfte die Einführung eigener SSDs (Solid State Drives) in seinen Servern einleiten. "Wir stehen vor einer Revolution" , sagte Sun-Abteilungsleiter John Fowler.
/ Achim Sawall
12 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

SSDs sollen zukünftig herkömmliche Festplatten ersetzen oder ergänzen, so Fowler laut Berichten des Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) und der eWeek(öffnet im neuen Fenster) . "Bei Flash geht es heute nicht um Massenspeicher, aber es geht um Performance" , sagte Fowler. Um beim Einsatz der noch relativ teuren persistenten Speicher die Kosten konstant zu halten, experimentiere Sun mit Kombinationen von Flash-Chips und Festplatten aus dem Niedrigpreissegment, auch um den Energieverbrauch der Server zu begrenzen.

Die Zusammenarbeit mit Flash-Speicherhersteller sei angelaufen, um sie zu ermutigen, Produkte speziell für Server zu entwickeln. Alle außer Intel hätten aber darauf bestanden, gegenwärtig noch nicht öffentlich genannt zu werden.

Eigene Sun-SSDs für Server soll es zum Ende des Jahres geben. Zu der Zeit erwartet Fowler auch eine "erste, tatsächliche Akzeptanz" für den Speicher bei Unternehmenskunden. 2,5-Zoll-Flash-Laufwerke und SSD-basierte Produkte will Sun in der zweiten Jahreshälfte 2008 präsentieren, danach folgen 3,5-Zoll-Laufwerke. Erste In-House-Server-Modelle mit SSDs würden laut Fowler bei Sun bereits konstruiert.

Eine speziell auf SSDs abgestimmte Version des Meta-Dateisystem ZFS hat Sun für die Open-Storage-Gemeinde schon auf den Markt gebracht. Flash-Speicher will Sun für die MySQL-Datenbank und andere Anwendungen optimieren. Sun hatte MySQL im Januar 2008 für 1 Milliarde Dollar übernommen.

Gordon Haff, ein Analyst bei Illuminata, warnte gegenüber der eWeek davor, dass Sun eine Menge Geld und Ressourcen in seine Flash-Strategie pumpt. Das könne zu einem Rückschlag führen, wenn die Produkte sich nicht verkaufen. "Solch ein Wechsel passiert nicht über Nacht, besonders im Speicherbereich, wo Unternehmen sehr vorsichtig agieren" , warnte er.


Relevante Themen