Auch Intel mit SSD für Mini-Notebooks

Anders als frühere Entwicklungen, wie beispielsweise das Compact-Flash-Modul in Asus' Eee-PC 701, ist Intels SSD mit einem PATA-Anschluss ausgerüstet. Diese parallele Schnittstelle, den Vorläufer von SATA, bringt jeder PC-Chipsatz mit. Die Z-P230 passt damit also in beliebige Designs, vom angepeilten Mini-Notebook beziehungsweise Nettop nach Intel-Lesart bis zum Industrierechner.
Laut Intels Datenblatt(öffnet im neuen Fenster) gehört – ebenso wie das SanDisk-Modell – auch die Z-P230 nicht zur fixen Truppe. Gerade einmal 35 MByte/s lesend und 7 MByte/s schreibend erreicht das Gerät. Beim SanDisk-Modell sind es 35 beziehungsweise 17 MByte/s. 2,5-Zoll-Festplatten und selbst einige 1,8-Zoll-Geräte sind ein Mehrfaches schneller – aber auch teurer und nicht so stoßfest wie die Mini-SSDs. Und auch viele andere Flash-Medien wie SD-Karten sind schneller, aber auch teurer, weil sie nicht wie die Mini-SSDs aus Multi-Level-Flash(öffnet im neuen Fenster) bestehen. Diese Bauform ist in der Herstellung deutlich günstiger als das schnellere Single-Level-Flash(öffnet im neuen Fenster) .
Platz finden sollen diese neuen Module nach Intels Willen vor allem in den neuen Mini-Notebooks, die besonders günstig sind. Bei der Vorstellung des dazu passenden Atom-Prozessors N270 ging Intel von Preisen von 199 bis 349 US-Dollar für die Mini-Mobilisten aus. Asus' Eee-PC 901 ist hier mit 399 Euro – nicht US-Dollar – aber schon wieder viel teurer, so dass der Preis der Komponenten wohl auf Intels Seite recht knapp kalkuliert ist.
In 1.000er-Stückzahlen für PC-Hersteller und Wiederverkäufer soll das 4-GByte-Modell der Z-P230 25 US-Dollar kosten, die 8-GByte-Variante 45 US-Dollar. Diese beiden Ausführungen will Intel ab dem dritten Quartal 2008 ausliefern, danach soll noch ein 16-GByte-Modell folgen, dessen Preis noch nicht feststeht.