Internet per Satellit auch über TelDaFax

Surfen mit "all DSL" mit bis zu 2 MBit/s

TelDaFax will in Zukunft in Zusammenarbeit mit Eutelsat auch Internetverbindungen via Satellit anbieten. Mit dem neuen Angebot "all DSL" sollen Haushalte, die keine Breitbandanbindungen nutzen können, dennoch mit DSL-Geschwindigkeit ins Internet kommen - bei Kosten von rund 50 Euro im Monat.

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TelDaFax bietet den Dienst all DSL über den Zwei-Wege-Breitbanddienst Tooway von Eutelsat an. Für den Dienst setzt Eutelsat Ku-Band-Kapazitäten auf dem Satelliten Eurobird 3 ein. Bis zu 2.048 KBit/s sollen darüber im Downlink zur Verfügung stehen, der Rückkanal bietet laut TelDAFax bis zu 156 KBit/s. Um die Daten zu übertragen, benötigt der Nutzer eine Satellitenschüssel mit einem Durchmesser unter einem Meter, eine Sende- und Empfangseinheit sowie einem DOCSIS-Modem für den direkten Anschluss an den Rechner oder das Netz im Haus.

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TelDaFax will all DSL ab sofort flächendeckend in Deutschland für monatlich 49,95 Euro anbieten; wer auf ein Jahr im Voraus bezahlt, kann den Preis auf 43,95 Euro/Monat drücken. Der Bereitstellungspreis soll bei 99,- Euro liegen und die Anschaffungskosten für das Hardwarepaket 318,95 Euro betragen. Diese Kosten kann der Kunde auch in Raten in Höhe von 15 Euro pro Monat abstottern. Die Mindestvertragslaufzeit liegt in allen Fällen bei 24 Monaten.

Auch Filiago bietet Internet per Satellit mit Rückkanal an. Eine vergleichbare Flatrate mit bis zu 2.048 KBit/s im Down- und 128 KBit/s im Uplink soll hier je nach Abbuchungsturnus mit 79,95 bis 89,95 Euro im Monat zu Buche schlagen. Filiago kooperiert dabei mit dem Satelliten-Breitbanddienst Astra2Connect von SES Astra. Die Technik stammt von der Firma Newtec, die laut SES Astra sowohl den Aufbau der Satellitenplattform als auch die Herstellung der zugehörigen Modems verantwortet. Weitere Anbieter sind SkyDSL, StarDSL, Yato und die Deutsche Telekom.

In Deutschland gibt es rund 800 Kommunen, in denen Breitband nur über Satellit verfügbar ist. Zwar schreitet der Ausbau von UMTS voran, inzwischen sind per HSDPA Datenraten von bis zu 3,6 MBit/s möglich, bald sollen 7,2 MBit/s der Standard sein. Doch auch UMTS ist nicht überall verfügbar. "Wenn wir eine generelle Lösung wollen, mit der ein Großteil der ländlichen Regionen preiswert mit schnellen Internetzugängen versorgt werden kann, brauchen wir zusätzliche Frequenzen", fordert daher BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Nach seinen Angaben würden dafür Frequenzen unterhalb von 1 GHz benötigt. Nur dieser Bereich ermögliche "eine kostengünstige Versorgung großer ländlicher Gebiete". Entsprechende Frequenzen würden aber von den Rundfunksendern beansprucht.

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