Microsoft verdrängt Yahoo von HP-Rechnern
Yahoo hatte seit 2006 den Stammplatz bei HP inne. Die Vereinbarung mit Yahoo läuft Ende 2008 aus, bestätigte eine HP-Sprecherin. Die neue Zusammenarbeit beginnt im Januar 2009, gab Microsoft bekannt. "Das ist die wichtigste Vereinbarung, die wir für die Verbreitung von Live Search jemals treffen konnten" , sagte Kevin Johnson, President bei der Platforms & Services Sparte von Microsoft. Für den weltgrößten PC-Hersteller wird man eine spezielle Version der Such-Toolbar erstellen, die auch die Webpräsentationstechnik Silverlight unterstützt und mit dem HP-Online-Photoservice Snapfish verbunden ist, hieß es weiter.
Microsoft hatte zuletzt am 3. Mai 2008 die Summe von 47,5 Milliarden US-Dollar für die Übernahme von Yahoo geboten, ohne dass man zu einem Abschluss kommen konnte.
Laut den Reichweitenmessungen von Comscore hatte Google im April auf dem US-Suchmaschinenmarkt einen Anteil von 61,6 Prozent, nach 59,8 Prozent im Vormonat. Yahoo folgt mit nur noch 20,4 Prozent (Vormonat: 21,3 Prozent) auf dem zweiten Platz, während Microsoft von 9,4 auf 9,1 Prozent abrutschte.
Zu den finanziellen Konditionen der Vereinbarung zwischen HP und Microsoft wurden keine Angaben gemacht. Üblicherweise zahlt der Suchmaschinenbetreiber dem Hardwarehersteller einen festen Betrag für die Vorinstallation seiner Toolbar. Weitere Abgaben werden dann für die tatsächliche Nutzung fällig. Im Jahr 2006 vereinbarten Google und Yahoo eine ähnliche Kooperation, wobei laut einem Pressebericht 1 Dollar pro PC festgeschrieben wurde. Angus Norton, Director Marketing Live Search, hat gegenüber dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) erklärt, dass sich die aktuelle Vereinbarung mit HP in einem ähnlichen Rahmen bewegt. Microsoft hat seit März 2007 eine solche Vertragsbindung mit dem chinesischen Hardwarehersteller Lenovo ausgehandelt. "Unsere Anzeigenkunden erhalten bei uns nicht das Volumen, das sie gerne hätten" , räumte Norton ein. Das werde sich mit der neuen Partnerschaft ändern.