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Interview: Die Geheimnisse der klugen Krieger

Golem.de: Was ist die größte Standardherausforderung, mit der Sie sich immer wieder herumschlagen müssen?

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Gerber: Standardherausforderungen bei Computerspielen gibt es in diesem Sinne nicht. Die Ideen unserer Partner sind äußerst ambitioniert und hochgradig kreativ, so dass kein Projekt dem anderen gleicht. Sie alle bedürfen individueller Anpassungen und immer neuer Lösungsmethoden. Allenfalls die grundlegendsten Schritte bei der Integration der KI ähneln sich in gewisser Weise. So müssen sich Bots sinnvoll bewegen. Eine effiziente Pfadsuche, eine natürliche Art der Bewegung und sogenannte hierarchische probabilistische Finite State Machines sind in fast allen Spielen erforderlich. Letztere beschreiben bestimmte Zustände der KI sowie deren Übergänge.

Ein Beispiel: Der Zustand eines NPCs ist "hungrig". Bekommt er etwas zu essen, wechselt er zum Zustand "zufrieden". Erhält er hingegen keine Nahrung, so nimmt er den Zustand "traurig" ein. Meist sind diese in einer bestimmten Hierarchie angeordneten Zustände und Übergänge sehr viel komplexer als das dargelegte Beispiel. Zudem sind sie bestimmten Wahrscheinlichkeiten zugeordnet, um zu vermeiden, dass der NPC stets identisch agiert.

Golem.de: Auf welche Elemente Ihrer KI-Engine sind Sie besonders stolz?

Gerber: Low-Level KI ist sozusagen die Pflicht, High-Level KI die Kür. Wenn Bots planen und logische Schlussfolgerungen ziehen - also selbstständig "denken" -, ist das immer ein bewegender Moment. Nur dann hat der Spieler das Gefühl, sich in einer lebendigen, atmosphärischen Welt zu befinden. Xait-Control und Xait-Think sind zwei Module unserer Engine, auf die wir besonders stolz sind. Sie ermöglichen dem Entwickler ohne Detailwissen der Algorithmen, High-Level KI in sein Spiel zu integrieren und den Spieler so mit logischen und immer neuen Vorgehensweisen zu konfrontieren.

Golem.de: Was halten Sie von dezidierter KI-Hardware - sinnvoll oder nicht?

Gerber: Auch wir haben schon intensiv nach Lösungen geforscht, Verfahren teilweise auf eine Grafikkarte oder gegebenenfalls auf einen eigenen KI-Chip zu portieren. Technisch ist dies ohne Weiteres möglich. Allerdings steht der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Die CPU-Entwicklung schreitet schneller voran, als eine KI-Chip-Entwicklung dies je könnte. Überhaupt würden sich KI-Chip und Prozessor kaum unterscheiden. Durch Auslagerung von Physik und Grafik und nicht zuletzt durch Multicore-Technologie steht im PC-Bereich schon jetzt mehr als genug Rechenleistung zur Verfügung. Im Gegensatz zu Grafikroutinen, die immer stärker standardisiert werden, ergeben sich bei der KI-Entwicklung zudem eine Fülle unterschiedlicher Verfahren und Algorithmen, die auch in Kombination funktionieren müssen.

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DER GORF 04. Jun 2008

Hops, hab die grad mit ner anderen Verwechselt. Der "Chatbot" den ich meinte war ein...

Heitabu 04. Jun 2008

Dachtest DU, das hätte ein Mensch gepostet? War dieser Bot für Dich gerade nicht von...

bot 03. Jun 2008

Komplett gescriptet? Was heißt das genau im Unterschied zum restlichen SpieleKI? Es ist...

Holly 03. Jun 2008

Nein, müsste sie nicht. Menschen machen auch nichts grundlos, auch wenn sie selbst nicht...

Fehlerprognostiker 03. Jun 2008

Ah so schwierig ist das gar nicht. Man lässt einen Menschen ein Spiel spielen, schaut...


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