Abo
  • Services:

EU-Kommission prüft Neuregelung der Urheberabgaben

In seiner Rede wies McCreevy ausdrücklich darauf hin, dass die eingesammelten Urheberabgaben nicht nur dazu dienten, "den wirtschaftlichen Schaden der Künstler auszugleichen, deren Werke kopiert werden", sondern auch der Förderung junger Talente und der Altersversorgung älterer Künstler. Die meisten Verwertungsgesellschaften investieren einen Teil der von ihnen eingesammelten Urheberabgaben in Talentförderung und für soziale Zwecke. So gab die GEMA im vergangenen Jahr 10,7 Millionen Euro für "soziale Aufwendungen" aus.

Stellenmarkt
  1. ANSYS Germany GmbH, Darmstadt or Otterfing (near Munich)
  2. Landeshauptstadt München, München

Bei der Anhörung in Brüssel wurden die unterschiedlichen Positionen der Betroffenen noch einmal deutlich. Künstler und Verwertungsgesellschaften sprachen sich laut Intellectual Property Watch deutlich für eine Beibehaltung und Ausweitung der Urheberabgaben aus. Der Vizepräsident der französischen Verwertungsgesellschaft SACEM, Thierry Desurmont, berichtete, dass französische Künstler "nur fünf Prozent ihres Einkommens aus den Urheberabgaben beziehen". Künstler und Autoren sind keinesfalls reich, wie manche Leute glauben", so Desurmont. Er verwies darauf, dass die von SACEM eingesammelten Urheberabgaben seit 2003 von 150 Millionen auf 120 Millionen gesunken sind. Die Einnahmen aus den Urheberabgaben seien aber wichtig für die Künstler und Autoren "und sollten nicht unterminiert werden".

Die Gegenposition machte Irena Bednarich von Hewlett-Packard deutlich. Sie kritisierte "Unklarheiten" bei der Berechnung von Urheberabgaben, was " eine Menge Gerichtsverfahren mit sich bringt". So seien zwischen 1999 und 2005 in Deutschland 85 Prozent aller festgelegten Urheberabgaben vor Gericht angefochten worden. Bednarich verwies auf Schätzungen, wonach die Gerätehersteller mehr als 3 Milliarden Euro Urheberabgaben zu zahlen hätten, sollten die Gerichte die Forderungen der Verwertungsgesellschaften bestätigten.

Der Sprecher der Recording Media Industry Association of Europe (RIAE), Joe Gote, monierte die europaweit herrschenden Unterschiede bei den Urheberabgaben, die zu einer "Marktverzerrung" führten. Urheberabgaben auf Produkte "funktionieren nicht und werden nie funktionieren, da immer mehr Produkte grenzüberschreitend vertrieben werden", so Gote. Die von ihm vorgeschlagene Lösung: Das bestehende Abgabenregime sollte aufgegeben werden. Stattdessen sollte eine Pauschalabgabe auf private Internetzugänge erhoben werden.

Eine solche Kulturflatrate fordern Bürgerrechtler schon lange. Die Fronten zwischen den Positionen scheinen ein wenig aufzuweichen. Womöglich gelingt es mit dem von McCreevy vorgeschlagenen Forum tatsächlich, eine Lösung zu finden, mit der in Zukunft alle Seiten leben können? [von Robert A. Gehring]

 EU-Kommission prüft Neuregelung der Urheberabgaben
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 35,99€
  4. 3,49€

Makkus 04. Jun 2008

Hi StrStrStr. Das ist ja das Paradoxe. Die Medien-Verwerter wollen überall Kohle - als...

Maris 02. Jun 2008

Hi friend! I liked your site! Good work! ;)

Der Kaiser 02. Jun 2008

kwT.

Chatlog 02. Jun 2008

Dafür bekommt man in Dublin kaum noch nen Haus in guter Lage. Aber schon lustig solche...


Folgen Sie uns
       


Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test

Das Honor 10 unterbietet den Preis des Oneplus 6 und bietet dafür ebenfalls eine leistungsfähige Ausstattung.

Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test Video aufrufen
In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

Anthem angespielt: Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall
Anthem angespielt
Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall

E3 2018 Eine interessante Welt, schicke Grafik und ein erstaunlich gutes Fluggefühl: Golem.de hat das Actionrollenspiel Anthem von Bioware ausprobiert.

  1. Dying Light 2 Stadtentwicklung mit Schwung
  2. E3 2018 Eindrücke, Analysen und Zuschauerfragen
  3. Control Remedy Entertainment mit übersinnlichen Räumen

    •  /