Telekom-Unternehmen geben Schäuble einen Korb
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung(öffnet im neuen Fenster) berichtet unter Berufung auf interne Schreiben, Vodafone-Chef Fritz Joussen habe erklärt, es gehe bei den Vorkommnissen bei der Telekom "offensichtlich um Gesetzesverstöße in einem Unternehmen [...] nicht aber um grundsätzliche Sicherheitsfragen oder ein mangelndes Bewusstsein der Branche." Angesichts laufender staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen und der Tatsache, dass der Bund Telekom-Großaktionär ist, würde Joussen "ein solches Spitzengespräch eher zu einem späteren Zeitpunkt begrüßen" , heißt es in der brüskierenden Absage, die auch ein Schlaglicht auf die Machtverhältnisse zwischen Konzernen und Regierung wirft.
"Wir sehen nicht, dass es ein branchenübergreifendes Datenschutz-Thema gibt" , sagte ein Sprecher des Mobilfunk-Providers Debitel dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) . Debitel will sich auf dem Treffen vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) vertreten lassen. O2 fühlt sich vom Branchenverband Bitkom bestens repräsentiert, der der Einladung Schäubles folgen wird.