Spieletest: Goin' Downtown - Rätseln im Rotlichtbezirk

Goin' Downtown
So darf der Spieler selbst zwischen Tag und Nacht wechseln - einfach per Knopfdruck. Bestimmte Personen sind nur zu speziellen Uhrzeiten unterwegs, so dass der Zeitenwechsel für manche Aufgaben unabdingbar ist. Dazu kommen gelegentliche Actioneinlagen: Zwar muss in der Rolle von Jack nicht wirklich geprügelt werden, allerdings beeinflusst man durch eine geschickte Dialogauswahl den Ausgang eines Faustkampfes; Monkey Island und die Fechtduelle lassen grüßen.

Goin' Downtown
Zu guter Letzt gibt es auch eine futuristische Apparatur, die Jack nutzen kann, um in die Vergangenheit zu reisen. In grünlichen Umgebungen wühlt er dann, mit gewissen Einschränkungen, in zurückliegenden Ereignissen. Zu viel virtuelle Unruhe sollte Jack dabei allerdings nicht verursachen und seinen Handlungsspielraum nicht überschreiten, sonst findet er sich schnell im Hier und Jetzt wieder; weitergehende Folgen muss er allerdings keine fürchten.

Goin' Downtown
So gut diese Ideen zu Beginn klingen, so schnell verlieren viele von ihnen ihren Reiz: Die Story legt spannend los, verliert dann aber schnell an Tempo. Die Wortduelle sind rasch durchschaut, die Vergangenheitsreisen längst nicht so spannend umgesetzt wie man sich wünschen würde, und die gesamte Atmosphäre ist längst nicht so beklemmend und düster, wie es das Thema erwarten lassen würde. Da kann auch die Toon-Shading-Technologie, die für einen interessanten Comic-Look sorgt, nur begrenzt helfen.
Goin' Downtown erscheint exklusiv für PC und kostet rund 30 Euro. Das Programm benötigt Windows XP oder Vista sowie mindestens einen Pentium mit 2,0 GHz, 512 MByte RAM sowie 2 GByte freien Festplattenspeicher. Die USK-Altersfreigabe liegt bei zwölf Jahren.
Fazit:
Goin' Downtown ist ein solides Adventure geworden, enttäuscht aber trotzdem, weil aus den vielen spannenden Ansätzen wenig gemacht wurde. Story, Gameplay und Atmosphäre werden nach gutem Beginn zu schnell zu standardisierter Genrekost, ein paar Logikfehler drücken den Spielspaß zusätzlich. Für eine Topplatzierung unter den besten Adventures 2008 wird es am Ende des Jahres ganz sicher nicht reichen.
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