Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Multifunktionsgeräte verkaufen sich wie warme Semmeln

Sinkende Gerätepreise machen der Branche zu schaffen. Drucker, die zusätzlich scannen, kopieren und faxen können, steigen in der Gunst der Verbraucher. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 13 Prozent mehr Geräte in Deutschland und damit 4,1 Millionen Stück verkauft. Die Branche gibt sich hocherfreut – doch sinkende Gerätepreise sorgen dafür, dass das Wachstum verpufft.
/ Andreas Donath
25 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der Bitkom-Verband teilte anlässlich der Druckindustriemesse Drupa in Düsseldorf mit, dass wegen der sinkenden Preise der Multifunktionsgeräte die Umsätze vergleichsweise moderat um 3 Prozent auf 460 Millionen Euro zulegten. Reine Kopierer verkaufen sich ebenfalls gut. Ihre Stückzahl stieg um 10 Prozent auf rund 700.000 Geräte bei einem Umsatz von 1,14 Milliarden Euro.

Klare Verlierer sind hingegen Drucker, die ohne Zusatzfunktionen ausgestattet sind. Die Stückzahl sank um 10 Prozent auf 2,7 Millionen Geräte. Auch die Umsätze gingen auf zuletzt 516 Millionen Euro zurück. Zählt man alle drei Gerätekategorien zusammen, zeigt sich, dass der Markt nur um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist. Unter dem Strich wurden 2007 7,4 Millionen Drucker, Multifunktionsgeräte und Kopierer verkauft.

In den letzten Jahren wurden viele preisgünstige Multifunktionsgeräte mit Netzwerkanbindung ausgerüstet. Dadurch stieg die Attraktivität der Geräte, zumal neben Faxen und Drucken über das Netzwerk in umgekehrter Richtung auch das Scannen von Vorlagen mit anschließender Speicherung auf Netzwerklaufwerken möglich ist. Auch den Sprung ins Internet haben viele Geräte geschafft. Der Versand der eingescannten und teils als PDF umgewandelten Dokumente per E-Mail direkt vom Multifunktionsgerät aus gehört bei höherwertigen Modellen zur Grundausstattung.


Relevante Themen