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LinuxTag: Warum Firmen wichtig für Open Source sind

Intels Open-Source-Cheftechniker hält Keynote auf dem LinuxTag 2008

Dirk Hohndel, Intels Linux-Chef, widmete sich auf dem LinuxTag in Berlin dem Verhältnis zwischen Firmen und Open-Source-Projekten. Er räumte mit dem Mythos auf, freie Software werde hauptsächlich von unabhängigen Programmierern in ihrer Freizeit geschrieben und sparte nicht mit Kritik.

Dirk Hohndel
Dirk Hohndel
Dirk Hohndel ist in der Open-Source-Community nicht nur aufgrund seiner Rolle beim Chiphersteller Intel bekannt, die er seit 2001 innehat. Viele kennen ihn noch als Chief Technology Officer (CTO) bei der Suse Linux AG. Zudem war er leitend im XFree86-Projekt tätig.

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Beim diesjährigen LinuxTag musste Hohndel seine Grundsatzrede vor einem mäßig gefüllten Raum halten, denn zur selben Zeit sprach Kernel-Entwickler Dave Miller, der das technisch interessierte Publikum anzog. "Wer auch immer das geplant hat, muss mich hassen. Aber ich versuche, es nicht persönlich zu nehmen", kommentierte Hohndel die Situation augenzwinkernd. Er hielt seinen Vortrag ohne Präsentation mit der Begründung, PowerPoint mache dumm und "OpenOffice.org nicht viel schlauer".

Er begann mit einem Rückblick auf das Verhältnis zwischen freien Projekten und Unternehmen. Auf dem ersten Linux-Kongress 1994 in Heidelberg - der Linux-Kernel entstand 1991 - seien noch ausschließlich Programmierer anwesend gewesen. Dies sei eine Zeit gewesen, zu der auch Linux-Schöpfer Linus Torvalds noch freiwillig Vorträge gehalten habe, so Hohndel.

Zwei Jahre später fand der erste LinuxTag an der Universität Kaiserslautern statt. Ebenfalls eine kleine Veranstaltung, die die Community ansprach. Sie stand damit im Kontrast zur LinuxWorld Expo, die erstmals 1999 in den USA veranstaltet wurde und sich klar an Firmen richtete. Auf dem LinuxTag habe man im Anzug deplatziert gewirkt, auf der LinuxWorld war Anzug das Standard-Outfit. Anschließend sei diese Art Messe immer wichtiger geworden, in der Linux-Welt habe es viel Geld gegeben. Linuxcare, die heute nicht mehr existieren, habe beispielsweise auf der LinuxWorld einmal ein Auto verlost. Heute könne man beim LinuxTag maximal einen iPod gewinnen könne, erzählte Hohndel. Für Firmen sei es heute interessanter, auf Messen wie der CeBIT auszustellen, wo sich ein breiteres Publikum ansprechen lässt. Aus diesem Grund schrumpfe die LinuxWorld Expo, es gebe bei weitem nicht mehr so viele Ausgaben der Ausstellung. Doch immer noch unterstützten Unternehmen auch heute Veranstaltungen wie den LinuxTag.

Nach diesem Exkurs kam Hohndel auf die Realität der Open-Source-Gemeinschaft zu sprechen. Viele glaubten immer noch, ein Großteil freier Software werde von 17-jährigen Schülern in der Freizeit geschrieben. Tatsächlich existiere eine solche Bewegung aber nicht mehr. Die meisten Programmierer seien bei Firmen angestellt. Gut 86 Prozent des Linux-Kernel-Quellcodes kommen beispielsweise von hauptberuflichen Programmierern, wie eine Untersuchung der Linux Foundation ergab.

LinuxTag: Warum Firmen wichtig für Open Source sind 

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gaehn 31. Mai 2008

Ich würde eher nen Filter einbauen und der auf die typischen Troll-Postings geht. Ein...

Helge 30. Mai 2008

Wenn mal etwas provokante Formulierungen auftauchen ist immer das Erste, was sich regt...

Bart 30. Mai 2008

Ähm da hat Golem nur Hohndel zitiert. Ich als Linux-user finde diese Aussage von Hohndel...



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