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LinuxTag: Warum Firmen wichtig für Open Source sind

Google entwickle die freie Handyplattform Android, um eine freie Lösung zu haben, die sich verbreiten wird, und sich dann von Google wiederum für eigene Zwecke einsetzen lasse. Solche Investitionen machten Open Source erst stark, so Hohndel.

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Es gebe aber auch Unternehmen, die freie Software als Bedrohung empfinden. Microsoft-Chef Steve Ballmer bezeichnete Linux etwa als Krebs, auch der Kommunismusvorwurf wurde in der Vergangenheit oft laut. "Für alle Nichtamerikaner hier im Raum: Kommunismus ist böse", fügte Hohndel an.

Proprietäre Software stachle dazu an, bessere Programme zu schreiben. Eric S. Raymond habe etwa einst gesagt, er wolle "software that sucks less" schreiben. Hohndel bezeichnete das als wunderbarer Ausspruch, kritisierte diesen Ansatz aber gleich. Denn egal ob man sich OpenOffice.org als Alternative zu Microsoft Office oder Gimp als Alternative zu Photoshop anschaue, es ginge viel zu oft darum, eine freie Variante einer bestehenden Anwendung zu erstellen. Wo bleibe da die Innovation? Wer ständig damit beschäftigt sei, zu kopieren und aufzuholen, werde nie führen.

Mittlerweile sei auch der Ansatz proprietärer Software im Open-Source-Umfeld verbreitet, nämlich so viele Funktionen wie möglich zu integrieren. Doch die Formel: je mehr Funktionen, desto besser, sei falsch. Vielmehr sollten lieber wenige Funktionen aufgenommen werden, die aber gut funktionieren. Er verwies auf den alten Unix-Ansatz, dass es für jede Aufgabe ein Programm gibt, die diese aber richtig erledigt. Als Negativbeispiel führte Hohndel den Firefox-Browser an, der einst als schlanke Alternative zum Mozilla-Browser entstanden sei, sich nun aber immer weiter aufblähe.

Hohndel zeigte auf sein Apple-Notebook: "MacOS X ist ein schreckliches Unix-Betriebssystem. Der Funktionsumfang wurde um 95 Prozent eines normalen Unix reduziert.". Alles was Apple für unnötig erachte, ginge mit MacOS X gar nicht oder nur sehr umständlich - und das sei gut. Denn was Apple vorsehe, funktioniere dafür umso besser, stellte Hohndel fest.

Firmen könnten aber noch eine andere Rolle in der Open-Source-Welt spielen, zum Beispiel, indem sie frei Software verleumdeten. Die beste Werbung für Linux in Deutschland sei Microsofts Anti-Linux-Anzeige mit mutierten Pinguinen gewesen. Diese 2005 geschaltete Anzeige trug die Bildunterschrift "Ein offenes Betriebssystem hat nicht nur Vorteile" und hat nach Hohndels Ansicht bei vielen erst das Interesse an diesem System geweckt, das Microsoft so offensiv angriff.

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gaehn 31. Mai 2008

Ich würde eher nen Filter einbauen und der auf die typischen Troll-Postings geht. Ein...

Helge 30. Mai 2008

Wenn mal etwas provokante Formulierungen auftauchen ist immer das Erste, was sich regt...

Bart 30. Mai 2008

Ähm da hat Golem nur Hohndel zitiert. Ich als Linux-user finde diese Aussage von Hohndel...


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