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LinuxTag: Warum Firmen wichtig für Open Source sind

Für Unternehmen sei es sehr attraktiv, Open-Source-Entwickler einzustellen, denn es gebe keinen besseren Leistungsnachweis, als sich anzuschauen, was diese innerhalb eines freien Projektes geschaffen haben. Diesen Hackern, wie sich viele Programmierer aus diesem Bereich selbst bezeichnen, werde dann erlaubt, weiter an Open-Source-Software zu arbeiten. Firmen wie Hohndels Arbeitgeber Intel oder der Linux-Distributor Red Hat stellten darüber hinaus Menschen explizit als Open-Source-Entwickler an.

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Ein Traum sei beispielsweise Linus Torvalds' Vertrag mit dessen Arbeitgeber, der Linux Foundation, berichtete Hohndel, der diesen Vertrag mit entworfen hatte. Darin sei festgehalten, wieviel Torvalds verdiene, nicht aber definiert, was er dafür leisten müsse. Intel hingegen setze auf Zeiteinteilung. Ein Programmierer müsse einen gewissen Anteil seiner Arbeitszeit einer vorgeschriebenen Aufgabe widmen und dürfe sich die verbleibende Zeit mit einem freien Projekt seiner Wahl beschäftigen. Die vorgegebene Arbeit liege meist in einem ähnlichen Bereich. Intel hat beispielsweise den X-Window-Programmierer Keith Packard eingestellt, um Linux-Treiber für Intels Grafikchips zu schreiben.

Eine weitere Möglichkeit für Firmen, mit Open-Source-Projekten zusammenarbeiten, sei, sie zu unterstützen. Früher sei dies vor allem geschehen, um sich einen Namen in der Community zu machen. Heute stünde oft ein direktes kommerzielles Interesse hinter einer solchen Aktion. Allerdings unterstütze Google viele Projekte, die nichts mit dem Marktsegment des Suchmaschinenriesen zu tun haben - vor allem im Rahmen des Summer-of-Code-Stipendiums.

Unternehmen könnten aber auch selbst Projekte ins Leben rufen, wie es IBM mit der Entwicklungsplattform Eclipse getan hat. Eclipse ist bei IBM entstanden und wurde dann in eine eigene Stiftung überführt. Heute sei die Plattform komplett unabhängig von ihrem Erfinder. Der Grund, selbst Projekte zu schaffen, liege vor allem darin, die Innovation in einem Softwarebereich voranzutreiben.

Ein Auslöser, sich Open Source zu widmen, könne auch die Absicht sein, Konkurrenten zu ärgern. Es sei offensichtlich, dass SAP sein Datenbanksystem im Jahre 2000 unter der GPL veröffentlicht habe, um dem Konkurrenten Oracle eins auszuwischen. Das heute als MaxDB bekannte Produkt ist seit Anfang 2008 übrigens wieder proprietär.

Einen neuen Markt schaffen, das könne ebenso eine Motivation für freie Software sein. Dabei wandte sich Hohndel dem eigenen Unternehmen und dessen Mobile Internet Devices (MID) zu. Intel hat eine Initiative gestartet, um Linux auf diese mobilen Geräte zu bringen. Da Linux frei ist und so erweitert werden kann, könne Intel potenzielle Kunden fragen, welche Funktionen sie sich von den MIDs wünschten. Ein ähnlicher Ansatz sei Carrier Grade Linux gewesen, um die eigenen Produkte auch im Telekommunikationsmarkt zu verkaufen und durch das freie Betriebssystem die von den Kunden gewünschten Funktionen einfach implementieren zu können.

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gaehn 31. Mai 2008

Ich würde eher nen Filter einbauen und der auf die typischen Troll-Postings geht. Ein...

Helge 30. Mai 2008

Wenn mal etwas provokante Formulierungen auftauchen ist immer das Erste, was sich regt...

Bart 30. Mai 2008

Ähm da hat Golem nur Hohndel zitiert. Ich als Linux-user finde diese Aussage von Hohndel...



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