Selbstentwickeltes Malprogramm wird mit Hackerkarte eingespielt. Das Nintendo DS mit seinen druckempfindlichen Bildschirmen hat den Entwickler Jens Andersson dazu inspiriert, das Spielzeug zu einem Zeichentablett umzufunktionieren. Eine Nachbauanleitung, die nur etwas Hard- und Software erfordert, liefert Andersson zum Selbstbauen gleich mit.
Nach einer einfachen Kalibrierung steht der untere Bildschirm des DS als Maloberfläche zur Verfügung, während der obere Bildschirm das entstehende Kunstwerk darstellt. Der Autor empfielt, einen richtigen Zeichenstift wie den eines Wacom-Zeichentabletts anstelle der dünnen DS-Stifte zu verwenden, um einen realistischen Maleindruck zu gewinnen. Im Colors-Programm lassen sich virtuelle Pinselspitzen, der Farbauftrag und andere Parameter setzen.
Es gibt zwar keine Undo-Funktion, um das Gemalte rückgängig zu machen. Dennoch lassen sich Fehler leicht korrigieren, da jeder Pinselstrich im Protokoll vermerkt wird. Beim erneuten Abspielen des Protokolls stoppt man einfach kurz vor dem Fehlstrich und setzt die Arbeit fort. Das Zeichenprotokoll kann sogar als Filmchen ausgegeben werden.
Die Kunstwerke selbst lassen sich als PNG sichern, über WLAN oder die MicroSD-Karte aus dem Gerät herausholen und beispielsweise am PC weiterbearbeiten oder ausdrucken.
Künftig will Andersson eine Undo-Funktion, eine einfache Ebenenverwaltung sowie gemeinsames Zeichnen über zwei verbundene Nintendo DS entwickeln.